GESCHLOSSEN: „Dickes Bee“: Gemeinsam kaufen und gut essen

bee1Seit 2011 gibt es „Dickes Bee“, eine Food-Coop. Das ist eine Gruppe von etwa 40 achtsamen Essern, die gemeinsam Lebensmittel bestellt: bio, regional, saisonal, vegetarisch, fair produziert. Der Lebensmittelerwerb wird dabei eine besondere Aktivität, an dessen Ende verantwortungsvoller, gesunder und schmackhafter Genuss und neue Freunde stehen. Simone Lindow (Text) und Benjamin Renter (Foto) trafen die Mitglieder Willem und Marijn, probierten Pastinaken-Chips und fragten nach.

Wir sind 5000!

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Jana ist Fan 5000!

Bei runden Zahlen haben wir beim Weddingweiser einen Primärreiz: Wir tauchen ein in die Welt unserer Leser und nehmen unsere Lupe mit. Vor knapp zwei Wochen war es auf Facebook wieder soweit: Wir sind 5000!

Die Lupe wandert auf Jana. Jana ist Urberlinerin, lebt im Prenzlauer Berg, als Kind ebendort aufgewachsen und mit den Eltern irgendwann in eine Wohnung in Marzahn gezogen, „da gab es Warmwasser aus der Wand, wie man so schön sagt“, lacht sie und versucht, das Deckenlicht etwas weniger nach Zahnarzt aussehen zu lassen,

„Oleanna“ und die Macht der Worte in der „Alten Kantine“

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„Oleanna“, Alte Kantine Wedding. Foto: Katja Hantsche

Klein und verschüchtert sitzt Studentin Carol (Friederike Drews) auf ihrem Platz am Schreibtisch des Professors John (Thomas Giegerich). Sie hat Angst, die Prüfung nicht zu bestehen und möchte ihn um Hilfe bitten. Carol setzt an, von ihren Sorgen zu berichten, John illustriert gefällig die seinen, geht auf und ab, setzt sich auf den Schreibtisch, spricht ins Publikum. Er ist selbstsicher, das hat er gelernt – als Kind für dumm gehalten, hat er es doch geschafft und lehrt nun andere. Dennoch entweicht ihm Kritik an der Schikane, die das System, der Lehrbetrieb in seinen Augen ist. Eine Machtheischerei, in der er jedoch ein gemachter Mann geworden ist. Die Professur auf Lebenszeit steht bevor, parallel wird ein gemäßes Haus für die Familie gebaut, er ist ein gemachter Mann.

Lies mal! Wie Schüler Bücher lieben lernen

lesepaten2Es ist Dienstag, viertel vor neun. Dorothea Peichl drückt die Klingel am Tor. „Sekretariat Carl-Krämer-Schule“, schallt es aus der Gegensprechanlage. „Peichl, ich bin zum Vorlesen hier.“ Mit dem Surren öffnet sie die Tür, geht über den Hof und erreicht nach ein paar Treppen den Klassenraum. Die Frührentnerin wird sofort von einigen Kindern umringt, mit fünf Kindern, ausgesucht von der Klassenlehrerin, wird sie heute zwei Stunden Lesen und auch etwas Schreiben üben.

Lari und die Pausenmusik – unverstelltes „Liedermaching aus‘m Wedding“

Mit Gesang, E-Gitarre und Beatboxklängen ist die Band auf Berlins Bühnen seit diesem Frühjahr unterwegs. Wir haben sie getroffen.

Der Blick durch das Publikum beim Kleinkunstabend in der St. Christophoruskirche ruht irgendwann auf drei jungen Männern, einer davon mit Schirmmütze, nach vorne gebeugt, konzentriert am Zuhören. Dann sind sie an der Reihe: Lari und die Pausenmusik gehen auf die Bühne, als musikalischer Abschluss eines längeren Abends, mit dem Spenden für Flüchtlinge gesammelt werden. Im Publikum

Schachschule: Der König hält den Geist auf Trab

schach1Die Eröffnung seines Tages sei eine Schachtaktikübung am Computer, sagt Harald Fietz, das sei wie Frühsport am offenen Fenster. Der 54-Jährige sitzt an einem der beiden langen Tische in der „Schach Kultur Wedding“, der Schachschule im Soldiner Kiez. Der Schachjournalist nutzte im Jahr 2009 die Gunst der Stunde und entschied sich für das Ladenlokal in der Wriezener Straße 35, zusammen mit Partnerin Swantje Munser. „SCHACHSCHULE“ verkündet das Schild an der Wand des Hauses, darauf auch das Logo, blauer König und rote Dame.

Flugzeugegucken in Tegel

Flugzeug Tegel (C) Simone Lindow Häufig wird mir mitgeteilt, dass eine gewisse Geräuschkulisse mit dem Leben im Bereich des Flughafens Tegel einhergeht. Zugegebenermaßen wird die dorfgleiche Ruhe auf meinem Balkon in der Tat hie und da unterbrochen. Ich nenne die Ursache liebevoll Subwoofers, im Volksmund heißen sie Flugzeuge. Es war nun also Zeit, der Ursache auf den Grund zu gehen und das Nest anzusehen, das die Subwoofers birgt…