Der Weddingweiser wird in diesem Jahr 15 Jahre alt. Seit 2011 erzählen wir Geschichten aus dem Wedding und Gesundbrunnen: über Orte, Menschen, Probleme, Veränderungen, kleine Entdeckungen und große Entwicklungen. Zum Jubiläum wollen wir den Blick weiten – und laden alle ein, selbst zu schreiben.

Mit WORDDING startet der Weddingweiser einen lokaljournalistischen Textwettbewerb für alle, die den Wedding so mögen, beobachten, hinterfragen oder literarisch erkunden wie wir selbst. Gesucht werden unveröffentlichte Texte, die neue Perspektiven auf den Stadtteil eröffnen.
Vielleicht gibt es da eine Person, über die endlich jemand schreiben sollte. Vielleicht ein lokales Problem, dem genauer nachgegangen werden müsste. Vielleicht eine Beobachtung, eine Geschichte, ein Ort, eine Recherche, eine Erinnerung oder eine Idee, die nur im Wedding spielen kann. Dann ist WORDDING der richtige Anlass, daraus einen Text zu machen!


Drei Kategorien
Der Wettbewerb ist in drei Kategorien gegliedert. Eingereicht werden können Reportagen und Porträts, beide nicht-fiktiv. Außerdem gibt es die offene Kategorie „Text mit alles“. Gemeint sind damit freie Textformen wie Kurzgeschichte, Prosa, Utopie, Fantasy oder Essay – allerdings mit einem nicht-fiktiven Bezug zum Wedding. Das kann ein realer Ort sein, eine historische Begebenheit, eine Person, ein Milieu oder ein Thema, das im Stadtteil verankert ist. Reine Lyrik ist in dieser Kategorie ausgeschlossen.
In allen Kategorien gilt: Die Texte sollen aktuell, unveröffentlicht und maximal 10.000 Zeichen inklusive Leerzeichen lang sein.


Preise und Werkstatt
Die Gewinnertexte der drei Kategorien werden jeweils mit 200 Euro prämiert. Darüber hinaus erhalten alle Autor:innen der Plätze 1 bis 3 in allen Kategorien die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Autorencamp mit den Juror:innen Philipp Maußhardt von der Reportageschule Reutlingen und Maria Mercedes Hering vom Netzwerk Recherche teilzunehmen. Zeitpunkt und Ort dieser Werkstatt werden mit den Beteiligten abgestimmt.
Die Gewinner:innen in den Kategorien Reportage und Porträt erhalten zusätzlich eine kostenlose Teilnahme am Reporter:innen-Workshop 2027 des REPORTER:INNEN forums.
Die Preisverleihung findet am 20. November statt – natürlich im Wedding.
„Wir haben selbst den Lokaljournalismus-Preis Berlin-Brandenburg gewonnen und wollen jetzt einen Teil des Preisgeldes investieren – und damit neuen Autor:innen eine Chance geben“, sagt Joachim Faust, der den Weddingweiser 2011 gegründet hat.


So funktioniert die Einreichung
Einsendeschluss ist der 31. August. Der Text muss als PDF per E-Mail an [email protected] geschickt werden. In der Überschrift oder Kopfzeile sollen Titel, Name der Autorin oder des Autors und die jeweilige Kategorie stehen. Die Zeichenzahl gehört unter den Text.
Zusätzlich müssen als eigenes Dokument eine Kurzvita und Kontaktdaten eingereicht werden, bei Autorenteams entsprechend von allen Beteiligten. Außerdem braucht es eine Bestätigung, dass der Text nicht KI-generiert ist. Bei Reportage und Porträt soll zusätzlich ein kleines Making-of beigelegt werden, etwa zur Themenfindung, Recherche oder möglichen Hürden bei der Arbeit am Text. Alle Unterlagen sollen in einem PDF gebündelt werden.
Bei Reportagen und Porträts können Fotos eingereicht werden. Sie müssen mit Namen der Urheber:innen und Erstellungsdatum gekennzeichnet sein. Reine Interviews sind in diesen beiden Kategorien nicht vorgesehen. Autorenteams sind möglich.
In der Kategorie „Text mit alles“ sind Making-of und Fotos nicht verpflichtend, können aber gern mitgeschickt werden.
Die Erstveröffentlichung der ausgezeichneten Texte findet im Weddingweiser statt. Die Urheberrechte bleiben bei den Autor:innen. Eine spätere Zweitveröffentlichung ist ausdrücklich erlaubt.
Jury und Publikum
Eine fünfköpfige, hochkarätig besetzte Jury wählt in jeder Kategorie die drei besten Texte aus. Die jeweiligen Erstplatzierten werden am Abend der Preisverleihung vorgestellt. In der Kategorie „Text mit alles“ hat zusätzlich das Publikum das letzte Wort: Die drei vorausgewählten Texte werden live gelesen, anschließend entscheidet das Publikum über den Siegertext. Auch die Performance zählt also mit.
Die Preisträger:innen werden voraussichtlich im Oktober benachrichtigt und zur Preisverleihung am 20. November eingeladen.
Also: Augen auf im Kiez, Notizbuch raus, Geschichte finden. Wir freuen uns auf Texte, die zeigen, wie viel im Wedding steckt.


P.S. Habt ihr eine Idee, wie der Preis selbst aussehen soll? Für Gestaltungsideen sind wir dankbar! Schreibt einfach an [email protected]!


Zunächst mal begrüße ich grundsätzlich, dass ein Schreibwettbewerb zum Wedding stattfindet.
Ich bin erstaunt, dass reine Lyrik,,was auch immer das sein soll, ausgeschlossen wird .
Ich schreibe rhythmische Texte, konkret Kurzprosa, Lyrik, Songs, mit anderen Worten erscheint mir eine Teilnahme fraglich .
Zweitens finde ich den Wettbewerb etwas überreguliert. Andere Wettbewerbe, an denen ich teilgenommen habe, kamen mit einem Bruchteil an Regeln aus .
Hallo Wolfgang, der Wettbewerb war ursprünglich rein journalistisch ausgerichtet. Wir haben das später um andere Textarten erweitert, aber nicht schwerpunktmäßig. Bitte richte eventuelle Fragen zum Reglement an [email protected].