Die Dauer-Baustelle auf der Seestraße besteht plangemäß bis zum 7. August. Das geht aus den Antworten des Senats auf Schriftliche Anfragen der Abgeordneten Mathias Schulz und Dr. Maja Lasić (beide SPD) sowie Taylan Kurt (Grüne) hervor, die im März beantwortet wurden.

In der Seestraße sanieren die Berliner Wasserbetriebe Druckwasserleitungen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits 2023 abgeschlossen. In der Silvesternacht 2024/25 brach dann jedoch die noch unsanierte gusseiserne Leitung unter der Kreuzung Guineastraße und unterspülte die Fahrbahn. Die Reparaturarbeiten nahmen etwa ein halbes Jahr in Anspruch. Im August begann schließlich der planmäßige zweite Bauabschnitt im Bereich zwischen Müller- und Oudenarder Straße. An der Kreuzung Seestraße/Müllerstraße ist die Verkehrsführung schon seit Frühjahr 2025 geändert, hier bilden sich seitdem regelmäßig Rückstaus. Wer in Berlin Radio hört, kennt deshalb die Seestraße. Sie ist seitdem fester Bestandteil so gut wie aller Verkehrsmeldungen.

Betroffen von diesen Staus sind auch die Übergänge an der Antwerpener Straße und an der Genter Straße, die regelmäßig für den Fuß- und Radverkehr blockiert sind. Zwischen der Oudenarder Straße und der Kreuzung Müllerstraße registrierte die Polizei zudem in den fünfeinhalb Monaten vor dem 31. Januar 2026 insgesamt 49 Unfälle.

Seit März wird die Ampelanlage an dieser Kreuzung in Abhängigkeit von der tatsächlichen aktuellen Verkehrslage gesteuert. Danach habe sich, so teilt der Senat mit, die Situation spürbar verbessert. Weitere kurzfristige Maßnahmen prüfe die Zentrale Straßenverkehrsbehörde noch. Bei einer Ortsbegehung Mitte März habe man jedoch keine akute Gefährdungslage festgestellt.
Autor: Christof Schaffelder
Dieser Text erschien zuerst in der Zeitschrift Ecke Müllerstraße


Ich finde die Querung an der Antwerpener Str. ist ein gutes Beispiel warum Autos langfristig einfach aus der Stadt raus müssen.
Die zunehmende Rücksichtslosigkeit beim Stau Fuß und Rad Querungen zu blockieren ist echt schwer erträglich. Selbst Berufskraftfahrer also BVG Busse, Taxen und LKW habe ich schon dabei beobachtet. Ich musste mich da schon bei gründer Fußgänger Ampel mit Kind auf eigenem Fahrrad zwischen Transportern und LKW durch drängeln die dann auch einfach weiter fahren. Ich bin mittlerweile soweit dass ich bereit bin selbst die extremsten Anti-Auto Initiativen zu unterstützen.
Was ich mindestens genauso verrückt finde wie die waghalsige Verkehrsführung, sind Tempo und Rhythmik dieser Bauarbeiten. So als hätte eine dauerbekiffte Schnecke ADHD. Gibt es in den Antworten der Kleinen Anfrage zufällig Infos zum Bauablauf?
Kann man nicht einfach die gesamte Fahrbahn, die ersatzweise zu nutzen ist, einfärben?
Das ist für alle Beteilitgten übersichtlicher, und auch für die Fußgänger, die Müller-/Ecke Seestraße über die S>treckenführung rätseln und die an der Fußgängerampel zurückhüpfen müssen, wenn ein langer Laster diese enge Einbiegung (vis a vis Urnenfriedhof) auf die Gegenfahrbahn nimmt und der Anhänger die Wartenden an der Straßenkante mit dem langen Ende des Anhängers o.ä. (beinahe) mitreißen kann.
Welcher wartende Fußgänger kommt dort auf die Idee, dass ein Laster bei roter Fußgängerampel direkt zu Füßen mit Ausschwenker abbiegt?
Eigentlich ist es ein Wunder, dass von allen Ärgernissen abgesehen, an diesen vielen Gefahrenstellen noch niemand gestorben ist.
Hoffen wir dass das bis August auch so bleibt, uijuijui