Bezirk befürwortet eine Beweidung des Volksparks Rehberge
Auf Bitte der BVV Mitte hat das Bezirksamt geprüft, ob eine Beweidung des Volksparks Rehberge und des Parks am Plötzensee mit Schafen durchführbar ist. Unter dem Vorbehalt der Klärung der Finanzierungsfrage ist es dabei zu einem positiven Ergebnis gekommen.

In anderen Bezirken wird das bereits durchgeführt, etwa in Charlottenburg-Wilmersdorf (am Horst-Dohm-Eisstadion und am Stadion Wilmersdorf), in Lichtenberg (Landschaftspark Herzberge), in Marzahn-Hellersdorf (Hönower Weiherkette) und Treptow-Köpenick (Landschaftspark Johannisthal, Friedhof Baumschulenweg). Auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (Schlosspark Charlottenburg) und Grün Berlin (Kienbergpark, Tempelhofer Feld, Velomax, Max-Schmeling-Halle) lassen Teile ihrer Parks beweiden.
Eine extensive Beweidung, so das Bezirksamt Mitte, wirke sich günstig auf die Biodiversität aus. Positiv hervorzuheben sei auch das Zurückdrängen von Gehölzen und das Freihalten der Wiesenflächen. Im Vergleich zur Maschinenmahd kommt es bei der Flächenpflege durch den Einsatz von Schafen zu deutlich weniger Störungen und negativen Einflüssen auf die Fauna.

Zudem werden Schafe von den Besuchenden der Parks in den meisten Fällen positiv wahrgenommen. Zwingend notwendig sei jedoch ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit, gegebenenfalls zusammen mit einem Konzept zur Umweltbildung. Allerdings stehen die Schafe nur wenige Wochen im Jahr auf den Flächen; dabei seien Weidezäune mit Strom unverzichtbar.
In der Summe könnten im Volkspark Rehberge und im Park am Plötzensee rund 20 Hektar beweidet werden, wofür jährlich etwa 37.000 Euro erforderlich wären.
Autor: Christof Schaffelder
Dieser Artikel wurde zuerst in der Zeitschrift Ecke Müllerstraße veröffentlicht.


So schön wie es mal war, von der Treppen- Anlage kostenlos in den Plötzensee zu springen, so scheußlich hat es sich verändert: Das ganze Ufer von Wildbadenden belegt, die Schwäne vertrieben, ihr Nest verschwunden, überall Zigarettenkippen, Müll und abends Technomusik über den halben Park schallend. Die Besuchenden haben die Natur zu ihrem Spielzimmer gemacht und dabei selbst zerstört, was sie eigentlich suchten. Das kostenpflichtige Strandbad versucht zumindest, die ausufernde Nutzung auf ein naturverträgliches Mass zu beschränken.
37 T Euro im Jahr? Das sind wenigstens 12 x 3000 € brutto pro Monat. Darf man fragen, wie diese Summe zustande kommt?
Dafür könnte man doch den Rasen mit der Sense mähen und das Gras und die Mahd vorher und nachher per Hand streicheln?
Morjen
kann mir vorstellen, das es niemanden in Berlin gibt der einen Rasen mit der Sense fachmännisch mähen kann – mein Großvater konnte das noch mit einer kleinen Handsichel bei dem bißchen Rasen im Garten . War aber eine kraftvolle Angelegenheit bei der die Unterarme ordentlich anschwellen… die jungen Memschen von heute scheuen sich vor körperlicher Arbeit….vielleicht mal einen Almbauern aus Tirol einfliegen nur dann wird’s teurer….:)))
Ansonsten gerne her mit den Schafen
nicht vergessen Stiefel putzen am Freitagabend
Ja, das Mähen per Hand ist mühsam, wenngleich auch ökologisch wertvoll, aber warum sollten die lieben fressenden Schafe teurer sein als als 2 Angestellte je 1.500 € Brutto im Monat?
2 Angestellte je 1.500 € Brutto im Monat? bleiben 900 netto wer soll davon heute Leben ??
Sie können beim Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg anfragen und werden die Auskunft erhalten, dass die Kosten bei allen diesen Beweidungs- und Landschaftspflegeaufträgen in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Für die große Fläche von 20 Hektar (die ganzen Rehberge und der Plötzensee!) ist das ein guter Preis.
Denn mit der Verwertung der Tiere kann heute kaum noch Geld verdient werden. Zum Beispiel die geschorene Schafswolle wird nicht mehr aufbereitet, da die Verkaufspreise dieses landwirtschaftlichen Produkts seit langem nicht mit den Lohn- und Lebenshaltungskosten Schritt halten kann. Schurwolle kann allenfalls noch an Kinder zum Filzen verschenkt werden. Mein Kind hatte dabei immer großen Spaß. Kinderbastelstuben und -projekte meldet Euch!
Die Kosten für Maschinenmahd liegen ähnlich hoch wie für Schafsbeweidung. Doch haben Schafe zahlreiche Vorteile für die Wiesen, die Ökologie und die Stadtbewohner.
Meine Frage: Wird dadurch die Naherholungsnutzung des Plötzensees weiter eingeschränkt, nachdem schon das Schwimmen aus vorgeschobenen, frei erfundenen „Haifischgründen“ für die zahlreichen Jugendlichen, Familien und Studenten unter den Anwohnern verboten wurde?
Anders gefragt: Wann wird das privatisierte Strandbad Plötzensee wieder für die Allgemeinheit des Wedding und Moabits zu bezahlbaren Preisen für alle Anwohner geöffnet?