Was entsteht bei „silent green“?

Betonhalle für bewegte Bilder

Das Freigelände im Kulturquartier „silent green“ hat sich in eine Baustelle verwandelt. Unter der großen Wiese des ehemaligen Krematoriums am Nettelbeckplatz wird die frühere Leichenhalle, die zu Beginn der 2000er Jahre nur kurzzeitig in Betrieb war, zu einer Ausstellungs- und Konzerthalle umgebaut. Dabei werden tragende Säulen entfernt und stattdessen Stahlträger in die Decke eingezogen. In der „Betonhalle“ soll künftig ein „Zentrum für Bewegtbildkunst“ entstehen. Die großen fensterlosen Wandflächen der Halle eignen sich nämlich besonders für die Projektion von Film- und Videokunst-Installationen. Präsentiert werden sollen wechselnde Ausstellungen, die auch Brücken zu anderen Kunstrichtungen wie Fotografie, Malerei, Performance, Objekt- und Klangkunst schlagen sollen. Die Umbauarbeiten sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

… ist jetzt das Silent Green Kulturquartier

Entlang der Adolfstraße sollen zudem über der ehemaligen Zufahrt zur unterirdischen Halle insgesamt sechs Studio-Apartments für Künstler entstehen. Dort sollen später unter anderem Stipendiaten wohnen und arbeiten, die mit den im „silent green“ ansässigen Kulturorganisationen zusammenarbeiten. Das sind zum Beispiel das Filmarchiv des Arsenal-Instituts für Film- und Videokunst, das auch das gleichnamige Kino betreibt und jährlich das Forum der Berlinale organisiert, oder das Harun Farocki Institut, das (unter anderem) den Nachlass des 2014 verstorbenen Filmemachers verwaltet. Auch das Musicboard Berlin ist hier angesiedelt, eine landeseigene GmbH, die die populäre Musik in Berlin fördert.

Autor: Christof Schaffelder

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Sanierungszeitschrift „Ecke Müllerstraße„, Ausgabe Aug./Sept. 2017


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