Uferstudios: Tanz und Flohmarkt

Berlin-Wedding, Uferstudios, "A/Way" Mai 2015Auch das erste Oktoberwochenende, das mit dem 3. Oktober am Montag auch ein verlängertes Wochenende ist, bringt die Uferstudios wieder zum „Ausufern“. Diesmal gibt es neben dem gemeinsamen Tanzen im Hof, den zahlreichen Tanz- und Theaterveranstaltungen auch noch einen herbstlichen Nachbarschaftsflohmarkt am Sonntagnachmittag.

1. Oktober  ǀ 17.30 Uhr ǀ Im Hof der Uferstudios (wiederkehrend)
Tanzen im Hof
An jedem Ersten eines Monats treffen immer zwei Choreografen im Hof der Uferstudios aufeinander, um mit allen Interessierten gemeinsam in einen physischen Austausch und Dialog zu treten. Im Oktober mit Lea Martini, Anja Müller und Dennis Deter.
In Kooperation mit der Tanzfabrik Berlin, Leitung: Gisela Müller

2. Oktober ǀ 14-19 Uhr ǀ im Hof der Uferstudios
Nachbarschaftsflohmarkt
uferstudios2.jpgKaufen, verkaufen, tauschen und mehr. Nicht kommerziell und ohne Standgebühr.
Tische sind vorhanden! Kommt einfach mit euren Sachen ab 13 Uhr vorbei und lasst uns zusammen stöbern. Wer mag, bringt einen Kuchen mit, um ihn nachbarschaftlich zu teilen.
Zufahrt über Uferstr 8, 13357 Berlin.
Kein gewerblicher Verkauf.
Kontakt: ausufern@uferstudios.com

2. Oktober ǀ 15-19 Uhr ǀ im Hof der Uferstudios ǀ Einlass einzeln und alle 7 Minuten
„PASSING PALACE. Alles was weg ist“ von cobratheater.cobra

Am 2. Oktober: erstes Try-Out mit Gespräch, Massage und Forschung
Willkommen im Passing Palace: ein wandelbarer und wandelnder Ort der Schönheit, der Kommunikation und des Abschiednehmens. Hier kannst du durchatmen, hier wirst du umsorgt, verwöhnt und gebraucht, hier atmest du Luft von magischen Kräutern und bekommst Beauty-Pflege als Willkommensgruß. Alles was weg ist, wird gesammelt.
Der Passing Palace ist alles was weg ist, aber einmal (anders) da war. Ist für Menschen, Dinge, Träume, die fort sind, doch derer gedacht wird. Der Passing Palace selbst verschwindet und taucht woanders wieder auf, ist eine mobile Installation und ein lebendiges Archiv von und mit cobratheater.cobra. Er wächst dabei kontinuierlich. Am 2. Oktober 2016 wird es ein erstes öffentliches Try-Out geben, bei dem der Entstehungsprozess für gemeinsame Recherche, Begegnung und Sammeln geöffnet wird. Im nächsten Jahr wird der Passing Palace als mobiler Aufführungsort realisiert und an verschiedenen Orten in den Nachbarschaften im Wedding auftauchen.
Idee, Konzept, beteiligte Künstlerinnen: Anne Brammen, Maria Umbach, Hilkje Kempka, Clara Umbach u.a.
3. Oktober ǀ 19 Uhr ǀ Heizhaus
„wir,“ ein musikalisches Experiment für viele Stimmen von Nicholas Bussmann und Yan Jun mit dem Cottbusser Chor, SängerInnen des chinesischen Akademikerchors und dem Publikum.
“Freude schöner Götterfunken” – Chormusik gilt uns Europäern als der Inbegriff des gemeinsamen harmonischen Miteinander – als Integrationswunder über alle Sprachbarrieren hinweg. Bei dem letzten Länderspiel Albanien gegen Serbien brüllten 30.000 Menschen im Chor “Tötet die Albaner”.
Der chinesische Musiker und Dichter Yan Jun und der Berliner Komponist und Künstler Nicholas Bussmann widmen einen Abend dem Experiment. Mit musikalischen Mitteln soll das Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe untersucht werden. Das Publikum ist eingeladen, gemeinsam mit dem Cottbusser Chor und Sängerinnen des chinesischen Akademikerchors ein einfaches, aber grundsätzliches musikalisches Spiel auszuprobieren.
Das Spiel erfordert keine musikalischen Grundkenntnisse. Jeder kann daran teilhaben.
Idee, Konzept, Performance: Nicholas Bussmann und Yan Jun

4. Oktober ǀ Projekt im öffentlichen Raum ǀ Treffpunkt am großen Schornstein
Choreografier Dich Pfad von Sonja Augart
Der Choreografier Dich Pfad ist ein Versuch, das vielfältige ‘Draußen’ des öffentlichen Raumes in Beziehung zu setzen zu dem nicht minder vielfältigen ‘Drinnen’ in den Uferstudios, wo eine Beschäftigung mit Tanz und Choreografie auf verschiedenen Ebenen stattfindet. Der Pfad will untersuchen, inwieweit choreographische Methoden spielerisch auf öffentliche Räume übertragen werden können. Die Ausgangsfragen sind: Warum zwingen uns öffentliche Räume zumeist zum rein funktionalen Bewegen? Und wie lässt sich öffentlichen Räumen eine Choreografie einschreiben? Langfristiges Ziel ist, die Umgebung der Uferstudios in eine choreografische Landschaft zu verwandeln, die die Menschen auf körperlicher Ebene auffordert, Bewegungs-Künstler zu sein.

Bei AUSUFERN 2016 wird Sonja Augart gemeinsam mit zwei Tänzern, Gästen und Passanten einen ersten Ansatz des Choreografier Dich Pfads entwickeln. Er wird aus einer Karte mit Wegen und Orten bestehen, die Anweisungen zu verschiedenen Bewegungsarten und ihrer Dauer liefern. In den Wintermonaten wird dieser Ansatz weiterentwickelt und im Rahmen von AUSUFERN 2017 fortgeführt.
Idee, Konzept: Sonja Augart
Performance: Juan Gabriel Harcha, Julek Kreutzer

4. Oktober ǀ 18 Uhr ǀ Heizhaus ǀ Showing

„Der perfekte Bankraub“ von Juli Reinartz und Tea Tupajić
In “Der perfekte Bankraub” werden komplexe gesellschaftliche Themen spielerisch bearbeitet und politische, affektive, pop-kulturelle und künstlerische Aspekte zusammengebracht. Die Choreografinnen und Regisseurinnen Juli Reinartz und Tea Tupajic möchten mit dem Publikum diese verschiedenen Dimensionen in der Idee eines Banküberfalls beleuchten.
In einem 4 tägigen Workshop planen die Leiterinnen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen einen fiktiven Banküberfall. Dafür werden sowohl die technischen, juristischen und wirtschaftlichen Aspekte, die für die Planungen erforderlich sind, als auch die emotionalen und kulturellen Bilder und Vorstellungen, die mit der Idee eines Banküberfalls verbunden sind, untersucht. Zu jedem Workshoptag ist eine andere Expertin eingeladen, die essenzielles Hintergrundwissen zur Planung beisteuert. Am letzten Tag kulminiert die Planung des Überfalls in einer Probe seiner Durchführung. Diese Probe wird als Performance offen sein für Zuschauer*innen.
Der Workshop wurde bisher in der Jerusalem Season of Culture und an der Tromsøer Kunstakademie durchgeführt.
Idee, Konzept und Umsetzung: Juli Reinartz und Tea Tupajić

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