Weddinger Kinderfarm wird geräumt

Kinderfarm PonyhofHigh-noon im Wedding: Am 20. Juni soll die Kinderfarm geräumt werden. Und keiner weiß, wie es ausgeht. So richtig wohl fühlt sich Jugendstadträtin Sabine Smentek nicht in ihrer Haut. Auch deshalb wird sie am 20. Juni andere Termine wahrnehmen. Sie will nicht miterleben müssen, wie eine Gerichtsvollzieherin nebst einem Veterinär versuchen werden, die Weddinger Kinderfarm in der Luxemburger Straße in den Besitz des Bezirks rücküberführen zu wollen. Räumen wird das im Amtsdeutsch genannt.

Was in diesem Falle nichts anderes heißt, dass erst einmal nur die Schlösser ausgewechselt und Befestigungen verstärkt werden, damit in nächster Zeit kein Unbefugter auf das Gelände kann.

Sabine Smentek (SPD) ist deswegen nicht ganz wohl, weil sich die Räumung gegen einen Träger richtet, dessen Arbeit im Wedding mehr als nur geschätzt wird. Mehr als 33 Jahre lang haben Farmchef Sigfried Kühbauer und seine inzwischen 60 Tiere dafür gesorgt, dass Großstadtkinder zum ersten Mal in ihrem Leben mit echten Vierbeinern oder lebendem Federvieh in Berührung kamen, dass sie im Umgang mit den Tieren gelernt haben, für andere Verantwortung zu übernehmen und sich an Regeln zu halten.

Und hier liegt aus Sicht der Jugendstadträtin eben auch der Hase im Pfeffer. Denn Kühbauer und seine Vereinsgenossen haben sich selbst nicht an die Regeln gehalten, denen jeder soziale Träger unterliegt: Er muss über das Geld, das ihm vom Bezirk (und damit vom Steuerzahler) zum Betrieb seiner Einrichtung anvertraut wird, Buch führen und am Ende des Jahres abrechnen. Bis 2013 habe das, so Bezirksstadträtin Smentek, auch immer ganz gut geklappt. Erst als die Kinderfarm sich weigerte, die Abrechnung für das Jahr 2013 vorzulegen, fing der Ärger an. Mehrfach wurde der Abgabetermin verlängert, mehrfach dem Verein angeboten, ihm beim Führen der Bücher unter die Arme zu greifen.

Peggy und Mini
Peggy und Mini

Dennoch wurden auch für das Jahr 2014 noch einmal 170.000 Euro überwiesen. Immer in der Hoffnung, dass die Kinderfarmer irgendwann ihren buchhalterischen Verpflichtungen nachkommen würden.
Stand jetzt: Der Bezirk fordert die Zuwendungen von 2014 zurück, der Verein hat dagegen geklagt. Im März 2015 schließlich wurden alle Zuwendungen gestoppt, seitdem überlebt die Kinderfarm hauptsächlich durch Spenden. Und am 20. Juni wird geräumt. Der Nachfolger steht schließlich schon in der Startlöchern: Der Verein Kinderbunter Bauernhof. Die Jugendstadträtin hofft, dass sie sich mit dem Verein Weddinger Kinderfarm schnell über den Verbleib der 60 Tiere einigen kann, die den Farmern gehören. Die hätten vier Wochen Zeit zu entscheiden, was mit Pony, Gans & Co. passiert. Geld für neue Tiere hat der Bezirk Mitte vorsichtshalber schon mal zurückgelegt.

Autor: Ulf Teichert

Dieser Artikel erschien zuerst im Berliner Abendblatt.

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18 comments

  1. Olaf Rudolph

    Ich hoffe das die Kinder nicht darunter leiden müssen die Farm ist für die Kinder wichtig heute bringen oder gehen Eltern mit ihren Kindern hin und sagen ihnen schau mal hier habe ich als Kind auch schon gespielt die kinderfarm ist wichtig für Wedding und ein Teil vom Wedding

  2. Steffi

    Es íst erschreckend mit anzusehen, wie die Einrichtung unter dem neuen Träger den Bach runter geht. Klar, sie haben wieder geöffnet, aber es kommen keine Kinder. Von vielen Müttern und Kindern höre ich es sei nicht mehr das selbe. Nur noch jugendliche Mädchen, die sich um die Ponys kümmern, von Kindern keine Spur. Das Gleiche gilt für die Nachbarschaftseinrichtung ASP Telux. Aber nun ja, Frau Smentek wird schon wissen, warum sie das alles so durchgesetzt hat. Ich denke in spätestens einem Jahr wird es diese beiden Einrichtungen nicht mehr geben, Schade……

  3. DerInsider

    Die Räumung war ein großer Glücksfall für den Wedding. Man sollte sich mal etwas mit den politischen Hintergründen von Kühbauer und Carsten Halfter beschäftigen…dann kommt man nämlich zu dem Schluss, dass eine städtische Kinder- und Jugendeinrichtung jahre-/jahrzehntelang von rechtsradikalen, antisemitischen Verschwörungstheoretikern geleitet wurde. Die bekennenden „Friedensaktivisten“ stehen der Reichsbürgerbewegung nahe, lieben Xavier Naidoo und treten immer wieder auf rechten Demonstrationen und Veranstaltungen auf. Carsten Halfter tritt mittlerweile als Hauptorganisator der Montagsdemo auf dem Alexanderplatz in Erscheinung, wo er u.a. „Nationalen Sozialismus“ und „Knast für Journalisten“ fordert, auch in der Bärgida-Bewegung ist er mittlerweile aktiv. Auf seiner Facebook-Seite (https://www.facebook.com/cArschtenH) verbreitet er besonders gerne Nachrichten über die Verschwörungen des „Rothschild“-Clans, Chemtrails und allerhand anderes faschistoiden Geschwurbel.

    Hier ein kurzer Beitrag von https://www.facebook.com/friedensdemowatch/:
    „Jener Carsten Halffter ist für antisemitische Ausfälle bekannt, wie eine Demonstration gegen Israel vor der Synagoge in der Oranienburger Straße, wo er betonte, dass „er nichts gegen Juden habe, aber“ Israel begehe ein Völkermord an Palästinensern aus rein finanziellen Gründen („es geht nur um Kohle, Kohle, Kohle“) – was die Jüdische Gemeinde in der Oranienburger Straße damit zu tun haben soll, bleibt allerdings ein Rätsel.
    In seinem Profil stellte er an anderer Stelle die dazu passende Frage, wer die Schuld am Zweiten Weltkrieg hatte und verlinkt dazu eine Rede von Adolf Hitler. Diese soll wohl zeigen, dass es nicht so war, wie es in jedem seriösen Geschichtsbuch steht: „Kennen wir die ganze Wahrheit? Wer finanzierte Wen? Wer zog die Strippen? Und, was hat sich seit dem geändert?! Das Schuld-Geld-System ist die Wurzel allen Übels… Weg damit!“ (Fehler im Original) Wen Adolf Hitler hinter „dem Geldsystem“ vermutete, dürfte ja allgemein bekannt sein.
    An andere Stelle kommentierte er die Holocaustleugnung eines seiner Mitstreiters damit, dass die Welt von „okkulten Kreisen“ regiert werde und das am deutschen Wesen die Welt genesen solle.“

    Carsten rief auch zu Spenden für die Kinderfarm auf. Zitat:

    „SPENDENAUFRUF ZUM ERHALT DER WEDDINGER KINDERFARM.
    zweckgebundene Spenden erbeten:
    Prio 1 – ZWISCHENFINANZIERUNG zur Aufrechterhaltung des Rechtsweges Bis zur letzten Instanz.
    Prio 2 – BETRIEBSKOSTEN , Ersatzleistung für vorenthaltene Einnahmen aus Dienstleistungen des FREIEN TRÄGERS .
    Prio 3 – POLITISCHE BILDUNGSARBEIT , Publikationen, Vorträge , Podiumsdiskusionen, PROGRESSIVEN PROTEST, Aufklärung, Jugendarbeit, Konfliktlosungsmenagement,…“

    Man kann sich vorstellen, wo die Spendengelder der letzten Monate versickert sind…in der politischen Bildungsarbeit neurechter Spinner.

    Auch die Ereignisse auf der Farm in der letzten Zeit waren nur noch gruselig. Es wurden Kinder stundenlang gegen ihren Willen eingesperrt, ihnen die Handys abgenommen (um in diesem herum zu schnüffeln), bespitzelt. Jeder, der sich dagegen wehrte, bekam Platzverbot und wurde unter Polizeiandrohung vom Platz geschafft.
    In einer Nacht- und Nebel-Aktion wurden von scheinbar vertriebenen Kinder Plakate mit Forderungen am Zaun der Farm angebracht. Auf einem stand: „Fass mich nicht an.“ Ich will gar nicht weiter drüber nachdenken.

    Ich bin der letzte Mensch, der sich über Räumungen durch die Polizei freut, aber am Montag ist etwas tolles passiert. Für alle Kinder und Jugendlichen wird sich in Zukunft nichts zum Schlechten verändern. Die neuen Träger sind bestens bekannt und haben sich jahrelang bewehrt. Vor allem können nun auch wieder alle auf die Farm kommen, die vom Kühbauer-Regime
    vertrieben wurden. Es ist unbestreitbar, dass Kühbauer sehr viel für den Wedding getan hat…doch Alter schützt vor Torheit nicht und es ist das einzig richtige, dass dieser Mensch und seine Nazi-Clique endlich nicht mehr Betreiber der Kinderfarm sind. Dass er sich erdreistet, ernsthaft weiter auf der Farm zu wohnen, ist einfach nur lächerlich.

    • DieWahrheit

      Lieber DerInsider
      Es stimmt in der Tat dass Kinder im Auftrag! des neuen Trägers und des Bezirksamtes im Kinder und Jugendbüro welches sich im Haus der Jugend befindet, gemeinsam mit der Pädagogin Sonja Zerk, die zum Zeitpunkt der Anfertigung dieser Plakate vor Ort war und die Kinder auch noch ermutigt hat nachts in eine Kinder – und Jugendeinrichtung einzubrechen und Dinge zu erzählen ,die in keinster Weise der Wahrheit entsprechen, zu behaupten. Von Anfang an wurde der Weddinger Kinderfarm e.V kritisiert vom Kinderbunten Bauernhof e.V, den beiden ehrenamtlichen Mitarbeitern Fadil Nezirevic und Angelina Weck wurde vorgeworfen sie seien Tierquäler und Herrn Kühbauer wurde „sexuelle“ Übergriffe vorgeworfen. Ich selbst als Mutter habe den Weddinger Kinderfarm e.V regelmäßig besucht und in keinster Weise wurde da irgendein Kind angefasst geschweige denn belästigt. Den Tieren, insbesondere den Ponys ging es laut Tierärzten,Hufschmied sowie Physiotherapeutin der Tiere deutlich besser. Das Pony Resi kann wieder laufen. Die Ponys Funny und Moritz haben wieder Freude sich zu bewegen. Das Pony Miranda welches im Frühjahr 2015 nur noch aussah wie ein Stück Knochen und total apathisch war, hat wieder Lebensfreude. Das haben viele Kinder gesehen. Den beiden Ehrenamtlichen war es wichtig das alle Kinder Gleichberechtigt werden und das haben Sie meiner Meinung nach (ich sehe mich in der Position das zu bewerten, da ich Grundschullehrerin bin) verdammt gut hinbekommen. Sie haben eine Konzeption erschaffen wo Kinder von 6-14 Jahren alle mit dem Pony arbeiten dürfen. Falls Sie es nicht wissen. Die Kinder, die sich beschwert haben, sind alle über das Alter der Zielgruppe (6-14 Jahre) hinaus und haben den kleineren Kindern keine Chance gegeben. Also bitte hören sie auf hier irgendetwas zu behaupten.

      MfG

      • DerInsider

        Keiner der von Ihnen genannten Punkte hat nur im geringsten irgendwas mit meinen Ausführungen zu tun. Und dass der alte Träger in Nazi-Strukturen integriert ist, scheint Sie ja auch nicht zu stören. Aber Sie haben ja mit ihren Adleraugen 24/7 alles überwacht…von daher ist KANN ja gar nichts passiert sein.

        Aus den Erfahrungen der letzten Zeit kann man sagen, dass bei allen Unterstützern des Kühbauer-Clique Hopfen und Malz verloren ist. Niemand scheint in der Lage zu sein, die manipulativen Spielchen zu durchschauen, die seit Monaten mit Kindern, Besuchern, Praktikanten etc. gespielt werden.

        • History Buff

          Sowohl linke als auch rechte Vereine haben den ursprünglichen Träger unterstützt. Deine Quelle ist also FB, sehr seriöse Quelle Herr Insider. Eine Google Suche ergab ebenfalls nur ihren Kommentar und ihre FB-Seite als Quelle für rechte Aktivitäten des Trägers. Da ich mir den Artikel der FB Seite genau durchgelesen habe (nicht nur ihren winzigen Ausschnitt) konnte ich feststellen, dass lediglich der Kassenwart wohl in linken Kreisen als Rechts bekannt ist.

          Da nichts über den Träger, der dort lebt weder von Ihnen noch der einzigen Quelle (Facebook) im gesamten Internet bekannt gegeben ist, könnte ich nun mutmaßen, dass er sich zu einem späteren Zeitpunkt der rechten Szene anschloß. Es dürfte allen klar sein, warum sowohl linke als auch rechte supporteten. Weil das Prestige des Trägers einen politischen Machtgewinn bedeutete. Auf ihrer FB Quelle wurde zudem den Linken geraten den Support einzustellen. Theoretisch könnte genau dies passiert sein, und somit gab es nur noch den rechten Support. Folglich wird es sehr wahrscheinlich, dass der ehemalige Betreiber sich anschließend der rechten Montagsdemo ect. anschloss. Dafür fehlt jedoch der Beweis. Und der Grundsatz „in dubio pro reo“ verbietet es jemanden auf Grund von Hörensagen zu beurteilen. Als Nicht Berliner ist es mir also nicht möglich ihren recht schwachen Argumenten zu folgen. Da sich durch diese Ansammlung an Informationslücken meine These zugetragen haben könnte, diese jedoch nur auf der Annahme basiert, dass ihre Aussagen korrekt sind. Weshalb kein logisch denkender Mensch meiner These oder gar ihren Argumenten folgen sollte.

          Kinderschilder: Auch hier findet Google (mittlerweile) keinen seriösen Zeitungsartikel einer Berliner Zeitung. Weshalb sich auch diese Ihre Aussage nicht mehr belegen lässt.

          Kommen wir zum Spaßigen Teil:
          Seriöse Geschichtsbücher: Selten so gut gelacht, Geschichte wird von Siegern geschrieben, demnach gibt es keine seriösen Geschichtsbücher. In moderner Geschichte haben wir jedoch den Vorteil durch Medienvielfalt die Sichtweise aller Beteiligten zu erfahren und somit so manches „seriöse Geschichtsbuch“ in Verlegenheit zu bringen.

          Wie war das mit dem 2. Weltkrieg? Ganz einfach:
          Offizieller Kriegsgrund (so auch bestätigt): Polnische Truppen überfallen deutsche und russische Grenzstädte. (Sehr übermütig deshalb wahrscheinlich gefakt – Achtung: „wahrscheinlich“, es ist nicht bewiesen!!!). Darauf hin Kriegserklärung durch Deutschland und Russland an Polen das unter brittischer und französischer Garantie stand. Folgerichtig Kriegserklärung Frankreichs und des Vereinten Königreichs an Deutschland. Wieso nicht auch an Russland? -> Sicherung der Optionen. Mit einer Kriegserklärung an Russland hätte man entweder 2 Kriege führen müssen oder Russland wäre der Achse beigetreten. Beides hätte eine Landübermacht auf dem Kontinent zur Folge gehabt. Ohne Kriegserklärung wäre Russland nach dem Polen Feldzug neutral geworden oder man hätte die Chance sie in die Allianz zu holen. Wir wissen alle durch Hitlers Angriff auf Russland, schloß sich selbiges den Alliierten an. 2 Weltkrieg endete mit der Niederlage Deutschlands. Und da Deutschland wie im 1. WK schon den meisten Schaden angerichtet hatte, erhielt es die Hauptschuld. (In diesen „Schaden“ zählt der Genozid mit rein). -> Aufteilung Deutschlands in die 4 Besatungszonen. -> Russland tauscht Westberlin gegen das Vogtland um Uran abzubauen. -> Kalter Krieg… und damit verlassen wir den Bereich 2.WK. 😉

          Quelle: BBC.
          Vielleicht für manchen keine seriöse Quelle da Brittisch, aber zumindest seriöser als Facebook, Herr Insider, oder ? 😉

  4. Hoffnung

    Soviel ich weiß läuft das Gerichtsverfahren noch, oder?
    Und die Kinder scheinen mir in diesem Konflikt von allen Seiten (neuer Träger und alter Träger) mißbraucht zu werden. Für uns und den Wedding kann ich nur hoffen, dass dieser Hass und diese Emotionen, die ich am Nachmittag gesehen habe, in denen Kinder nur noch Werkzeuge eines schmutzigen Kampfes persönlicher Interessen sind, wieder eingefangen wird. Dieser Geschwisterkrieg muss von den Erwachsenen überwunden werden, da wünsche ich mir, dass sich die beiden Fronten die Hand reichen.

  5. Nori

    Ich war gestern bei der Räumung dabei, bin eine Anwohnerin ,und fand es sehr traurig … die Unterlagen sind alle Vorhanden und einsehbar , sie waren nur nicht rechtzeitig eingereicht worden , der Vorwurf der Unterschlagung von Geldern besteht also nicht . ich denke hier wollte sich eine Stadträtin den ungliebsammen Träger vom Hals schaffen. Frau Sabine Smentek SPD ist doch hier die Dame die Steuergelder falsch verwendet und nicht richtig abrechnet . Wie es der Träger für mehre Jahre der SPD Politikerin nachgewiesen hat.( Herr K gibt eine Zeitung mit Verdi heraus wo er über die Missstände der Finanzierungspolitik des Berliner Senats in der Jugendarbeit informiert) Darüber hinaus war Frau Smentek nicht einmal anwesend bei der Räumung , aber Verantwortung für sein Handeln übernehmen ist in der SPD sagen wir mal ja nicht grade die stärke . Es war einfach traurig mitanzusehen wie die Staatsmacht kleine Kinder zum weinen bringt und ein Mann der sich seit Jahrzehnten für die Jugendarbeit engagiert einfach eiskalt Enteignet wird. Ich denke es wird mit dem neuen Träger keine Verbesserung geben im Gegenteil , denn die Gräben die da nun entstanden sind für die Kinder die Bindungen zerstört ,, einfach nur traurig , ich hoffe das Frau Smentek für ihre korrupte Politik im Wahljahr die Abrechnung bekommt 😉

  6. Armin Gaspers

    Weder im Bezirksamt, noch im Jugendhilfeausschuss hat jemand die Kompetenz von Herrn Kühbauer oder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Weddinger Kinderfarm angezweifelt. Man wollte gemeinsam das Projekt retten und gab dem Träger immer wieder Aufschub. Leider wurde nicht einmal das Personelle (!) Hilfsangebot vom Träger angenommen. Die Reaktionen des Trägers waren eher verstörend.
    Andere Träger haben sich den Fall sehr genau angeschaut und kamen zu dem Punkt, dass dieses Vorgehen nicht tragbar ist. Da war die Politik immer noch lösungsorientiert.
    Die Konsequenz war eine letzte Fristsetzung, worauf die Kündigung folgte. Dagegen hatte der Träger Rechtsmittel eingelegt und vor Gericht verloren. Leider sorgte der Träger nicht für eine ordentliche Übergabe.
    So nett ich Herrn Kühbauer finde, in diesem Falle hätte ich von einem Profi erwartet, dass er die Kinder heraushält! Das macht mich sehr nachdenklich.

  7. Hoffnung

    Es bleibt wohl nur noch, dem neuen Träger viel Erfolg zu wünschen und vor allem auch die Stärke und Kraft die Kämpfe zwischen den Lagern zu beseitigen – damit der Kinderbauernhof ein Platz für alle bleibt.

  8. S.K.

    Der wichtigste journalistische Grundsatz „audiatur et altera pars“ (man höre auch die andere Seite) scheint dem Berliner Abendblatt als auch dem Weddingweiser in diesem Fall völlig fremd zu sein. Das mag an dem Autor Ulf Teichert liegen, ist aber trotz alledem keine Entschuldigung dafür, dass hier nahezu keine Information mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Es geht in diesem Konflikt nicht um eine nicht abgegebene Tabelle, sondern um ein Bezirksamt und ein Land Berlin, das seit 21 Jahren seinen gesetzlichen Pflichten gegenüber den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien nicht nachkommen möchte. Der „Korruptionsverlust“ für die Berechtigten hat in Berlin inzwischen eine Größenordnung von mindestens 1.680.000.000 € erreicht. Ausgerechnet einem der entschiedensten Mahner/innen in dieser Angelegenheit, dem Weddinger Kinderfarm e. V. , zu unterstellen, er würde mit öffentlichen Mitteln nicht korrekt umgehen, ist ein unterirdischer Weddinger Treppenwitz. Der Versuch der SPD durch ihre Stadträtin Sabine Smentek, diesen Mahner mit all ihr zur Verfügung stehenden „Staatsgewalt“ zu enteignen und zu beseitigen, wird sich sicherlich bald als Bumerang erweisen.

  9. Ulf Teichert

    Herr Kuhbauer hat zwar einen Tätigkeitsbericht nachgereicht, aber leider nie eine korrekte und vor allem vollständige Abrechnung. Weder für 2013 noch 2014. Andere soziale Träger müssen das doch auch machen und nehmen, wenn sie es denn mal nicht pünktlich schaffen, gern die Hilfe des Bezirks (in diesem Fall des Jugendamtes) an. Die aber hat Herr Kuhbauer aus welchen Gründen, aber sehr standhaft verweigert.

  10. christoph melzer

    Der Betrieb kann ja weitergeführt werden (von den Betriebsnachfolgern), mit den vorhandenen Tieren. Oder will Herr Kühlbauer die Tiere mit nach Hause nehmen? Wenn die Übergabe klappt, ist weder das Wohl der Kinder, noch der Ehrenamtlichen oder der Tiere gefährdet.

  11. Beeindruckt

    Mein Kind ist dort Tierpflegerin. Die Arbeit der Mitarbeitenden ist grossartig und die Annahme, man kann einfach Tiere austauschen und alles so weitermachen wie bisher ist schlichtweg Augenwischerei. Die Kinder pflegen diese Tiere seit Jahren. Das sind Beziehungen, die man nicht einfach austauschen kann. Natürlich kann man sagen, Kuhlbauer und co hätten einreichen müssen – haben sie dann auch. Es liegt alles vor. Warum steht das nirgends? Die Unterlagen sind da. Ich habe von keinen Beanstandungen gehört. Auch ich bin der Meinung, dass man transparent darlegen sollte, wie man mit Steuergeldern umgeht. Aber es ist ein echter Berliner Schildbürgerstreich, einer Organisation, die soviel Unterstützung erhält, dass sie sich ein ganzes Jahr lang mit Ehrenamt und Kindern rüberretten kann.

    Was ist mit den Kindern und den Ehrenamtlichen, die hier Tag für Tag Arbeit tun und in Alleinregie einen Bauernhof aufrechterhalten! Das ist eine grossartige Leistung. Sowas muss man erst mal schaffen. Frau Smentek, bitte berücksichtigen sie das. Es geht hier um Kinder und Tiere, nicht um persönliche Anymositäten zwischen ihnen und jemand, der einfach ungemütlich ist.

  12. Kucker

    Soweit ich das mitbekommen haben waren Kühblbauer und Genossen zu sehr damit beschäftigt mit Antisemiten wie KenFM, Reichsbürgern und anderen Verschwörungstheoretiker Montags immer „für den Frieden“ zu demonstriene… da kann die Büchführung für die „BRD GmbH“ schonmal sin Hintertreffen geraten…..

  13. Jupp schmitz

    Wenn – wie in dem Bericht geschrieben- ein neuer Träger das Projekt ähnlich fortführt, scheint mir das aktuelle Handeln richtig. Auch wenn man unterstellt, dass es zu keinen „echten“ Veruntreuungen kam, 170.000€ sind kein Pappenstiel und auch der Steuerzahler hat das Recht auf einen Verwendungsnachweis für das Geld.

  14. Nicky

    Es ist der Buchhalter schuld, weil der keine Zeit hatte. :/ Hätte man auch anders regeln können. Schade. 🙁

  15. alim

    was sagen denn „Kühbauer und seine Vereinsgenossen“ dazu, warum sie keine buchführung mehr haben?

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne: