Das Geheimnis vom Hakiki Döner

Meine Frage um die ständige Menschenschlange vor der orangefarbenen Hakiki-Dönerbude am U-Bahnhof Osloer Straße wurde endlich beantwortet.

Auf dem Heimweg von der Weddingweiser-Redaktionssitzung sehe ich sie wieder, wie immer, die lange Menschenschlange vor der Dönerbude an der Osloer. Was ist an Hakiki so besonders, dass hier am Donnerstagabend gegen 21 Uhr lauter Dönerhungrige geduldig anstehen? Sie könnten es schneller haben und gegenüber bei Kaplan zuschlagen. Aber ich sehe sie immer nur hier anstehen, die Hungrigen vor Hakiki.

Foto: Samuel Orsenne
Foto: S. Orsenne

Der lang gefasste Plan, dem Dönergeheimnis auf die Spur zu gehen, wird nun endlich in die Tat umgesetzt. Geduldig stelle also auch ich mich an und rechne mit einer Wartezeit von 30 Minuten. Ein Blick auf die Karte verspricht nichts Besonderes: Neben den normalen Dönergerichten gibt es auch Hähnchenschnitzel, Salate und Chicken Nuggets mit Pommes, alles zu günstigen Preisen. Der normale Döner im Brot mit Salat und Sauce kostet 2,80. Ich vertreibe mir die Wartezeit und frage zwei Jungs gleich vorn an der Schlange (meine Begleitung hält derweil die Stellung), ob sie hier öfter herkämen. Bingo, ich bin gleich auf Stammkunden  gestoßen, die mehrmals die Woche hier essen. Und die verraten mir auch gleich das Hakiki-Geheimnis: Der Erfolg liege am guten, saftigen Fleisch. „Woanders wird 1 kg Dönerfleisch für 8 Euro eingekauft“, erzählt mir Erdemo. „Aber hier wird locker 12 Euro für das Kilo investiert. Den Döner musst du probieren“. Klar, das habe ich vor und  mache kehrt, um mich nun hochmotiviert eine halbe Stunde für meinen ersten Hakiki-Döner mit gutem Fleisch anzustellen. Plötzlich ruft mir Erdemo hinterher, was ich denn nun essen wolle. Er stehe doch schon ganz vorn an der Schlange und könne doch gleich für mich mitbestellen. Auf türkisch wird nun also mein stinknormaler Döner ohne Zwiebeln mit Kräutersauce bestellt.

Das Hakiki Geheimrezept

Hakiki Döner
Hakiki in der Müllerstraße Ecke Antonstraße

Mein persönliches Fazit: Das Fleisch ist wirklich gut, sehr saftig, der Salat ist knackig und frisch und die Sauce gut, nach Hakiki Geheimrezept. Punktabzug gibt’s fürs altbekannte Industriebrot, das nicht selbst gemacht ist. Aber da bin ich wohl zu sehr vom Sofra-Grill verwöhnt. Danke Erdemo, ich bin wieder um eine gute Dönererfahrung reicher, ganz ohne Wartezeit.

Öffnungszeiten: 9:30 Uhr bis ca. 02:00 Uhr

Hakiki ist übrigens türkisch für das Echte, das Wahre und gibt’s auch in der Müllerstraße 24 und im Prenzlauer Berg.

Hier gibt’s sogar die Döner Hymne!

8 comments

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  3. klaus schütze

    ja zum glück hat der döner endlich die michelin auszeichnung bekommen als wichtigste Nahrung für die Menschheit.Seit es döner gibt, sind alle sterneköche aus spanien,japan und frankreich verschwunden.die türkische küche hat alles überrollt.

  4. el

    das Geheimnis: es ist der einzige , der das Fleisch kross brät und extrem dünn schneidet. deswegen ! deswegen ist der Geschmack auch intensiver..

  5. Micha

    „stinknormaler Döner ohne Zwiebeln mit Kräutersauce“

    LOL, das ist die Variante für die Biodeutschen. Nix stino.

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