Colorblind Patterns: Gemusterte Vielfalt

Wer im Wedding die Antwerpener Straße entlang schlendert, dem wird sicherlich ein Schaufenster ganz besonders auffallen. Im Shop von Daniel Arab „colorblind patterns“ tummeln sich graphisch angeordnete Schwarz-Weiß-Muster auf allerlei Material und Gegenständen.

(C) QIEZ.de
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Musterhaft geht es bei Daniel Arab zu. Ein festgefahrenes Muster hat der Künstler allerdings nicht: Im Shop seines Labels „colorblind patterns“, der gleichzeitig Showroom und Atelier in einem ist, sind die Ausstellungs- und Verkaufsstücke, wie Stoffplakate, Taschen und Lampen – und sogar Spielzeug – zwar alle ganz konsequent in schwarze und weiße Flächen aufgeteilt, allerdings gleicht hier kein Muster dem anderen.

Der studierte Kommunikationsdesigner präsentiert im Laden und auf seiner Website verschiedene Muster-Kollektionen in klassischem Schwarz-Weiß. Daher war es ihm auch bei der Namensgebung seines Labels wichtig, den Begriff mit einzubauen: „Die Menschen, die hier reinkommen, kaufen in erster Linie das Muster, dann kommt der Gegenstand – also verkaufe ich Muster“, betont Daniel Arab

Orient trifft auf Berlin

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Der Künstler hat seine arabischen Wurzeln mit dem Leben in der Großstadt verbunden. „Der meiste Einfluss kommt von meiner Heimat, dem Libanon – die orientalische Architektur, arabische Fliesen und Kalligraphie haben mich inspiriert. Das vereine ich in meinen Mustern mit dem hippen, modernen Berlin“, erzählt er. Basic-Formen wie Quadrate und Kreise spielen dabei eine große Rolle. Auch in seinen eigenen vier Wänden geht es mustergültig zu. „Ich musste ja erst mal ausprobieren, wie das Ganze auf den verschiedenen Stoffen und Gegenständen wirkt“, erzählt er. Daher dominieren auch in seiner Wohnung die grafischen Elemente. Um die Muster auf Stoff zu bekommen, arbeitet Arab mit der Technik des Siebdrucks. Möbel hingegen lackiert er in Handarbeit. Dazu braucht es natürlich eine ruhige Hand und bei den vielen filigranen graphischen Mustern sicherlich auch viel Geduld. Doch Daniel Arab winkt ab. „Ich mache das mit viel Freude und lasse mich voll und ganz auf meine Arbeit ein. Ich vertiefe mich in die Muster. Manchmal wird es kompliziert, manchmal entsteht etwas recht Simples, das trotzdem eine große Wirkung hat.

Wer nach Unikaten sucht, wird bei Daniel Arab auf jeden Fall fündig: Die Baumwollstoffe gibt es entweder lose für die eigene Verarbeitung oder gerahmt als cooles Cloth-Poster. Wer lieber etwas von den fertigen künstlerischen Gegenständen erwerben möchte, kann diese bei „colorblind patterns“ in Form von Taschen, Beuteln und trendigen Rucksäcken erwerben. Und noch eine Besonderheit: Die kultigen Sachen aus Stoff näht die Mutter des Künstlers nach seinen Wünschen!

Design-Objekt Kaffeekanne

(C) QIEZ.de
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Mittlerweile kann man auch selbst diverse Gegenstände oder Stoffe zu Daniel bringen, die er dann bedruckt oder lackiert. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – selbst eine alte Kaffeekanne wird so zum Designobjekt. Als etwas außergewöhnlich empfand Daniel den Wunsch eines Freundes, eine männliche Schaufensterpuppe zu bedrucken. „Ich glaube, er wollte mich einfach testen. Später sah es einfach toll aus und er war zufrieden“, schmunzelt er.

Die Leute, die Daniel Arabs Showroom betreten, könnten übrigens unterschiedlicher nicht sein. „Von jungen hippen Leuten bis hin zum Rentner, der ein Geschenk für seine Frau sucht, war schon alles dabei“ freut sich der Künstler über viel positive Resonanz.

Autor: Susann Prautsch, Quelle: QIEZ.de

Der Artikel wurde uns von QIEZ.de zur Verfügung gestellt.

COLORBLIND PATTERNS

Antwerpener Str. 46, Brüsseler Kiez

Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 14-20 Uhr

2 Kommentare
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  2. […] colorblind patterns mit Nana Malik & Schwarze […]

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