Wenn die ersten warmen Tage kommen, zieht es viele raus aus den Straßen und Hinterhöfen – hinein ins Grün. Kaum ein Ort eignet sich dafür so gut wie der Volkspark Rehberge. Zwischen alten Bäumen, weiten Wiesen und kleinen Wegen lässt sich hier ein Spaziergang beginnen, der fast unmerklich immer weiter hinausführt – bis ans Wasser.

Schon der Einstieg in den Park wirkt wie ein Übergang: Eben war der Wedding bis zur Afrikanischen Straße noch dicht bebaut, beginnt plötzlich eine dicht bewachsene Hügellandschaft. Der Volkspark aus den späten 1920er-Jahren zeigt sich weitläufig, fast großzügig. Wege verzweigen sich, Hügel und Senken wechseln sich ab, und immer wieder tauchen kleine Orte auf, die man auch nach vielen Besuchen neu entdeckt.



Ein schöner Weg führt durch die Bogenbrücke hindurch, vorbei am Ringerdenkmal und wir umrunden die Catcherwiese. Hier wird es weit. Die Freifläche wird gern für Picknicke, Hundeausläufe und als artenreiches Wiesengebiet genutzt. Fußballspiele wie früher finden hier allerdings niht mehr statt. Unterhalb der Sicheldüne zieht sich eine Allee entlang, die sofort ins Auge fällt: mächtige ahornblättrige Platanen, ihre helle, leicht schuppige Rinde leuchtet im Frühlingslicht. Die Bäume stehen wie in Reihe gesetzt, eingefasst von steinernen Mauern– ein ruhiger, fast feierlicher Abschnitt des Parks.



Hinter der Catcherwiese geht es weiter durch eine sanft hügelige Wiesenlandschaft. Der Weg führt an der offenen Wiese vorbei, bis man schließlich am Wildschweingehege ankommt. Gleich davor liegt ein gepflastertes Rondell – hier trifft der äußere Rundweg der Rehberge auf die Route.



Wer sich rechts hält und am Gehege vorbeigeht, erreicht bald den Schwarzen Graben. Eine kleine Brücke führt hinüber. Dahinter beginnt ein ganz anderer Abschnitt: Kleingärten, stille Wege und erste Frühlingsfarben. Gelbe Forsythien leuchten zwischen den Parzellen der Kolonie Quartier Napoléon, Obstbäume stehen in Blüte, und an den Bäumen zeigt sich das erste zarte Grün.



An der nächsten Brücke stößt der Radfernweg Berlin–Kopenhagen dazu. Links liegt das Stade Napoléon, Trainings- und Spielort der Amerian-Football-Legende „Berlin Adler“. Von hier zweigt links ein Weg Richtung Hakenfelde ab – die Allée du Stade führt weiter Richtung Wasser.



Am Ende dieser Strecke öffnet sich erneut eine andere Landschaft: das Naturschutzgebiet „Kleine Libelle“, das an einen – als solchen noch erkennbaren – ehemaligen Bauschuttplatz grenzt. Hier kommt uns der Hohenzollernkanal in die Quere. Der Weg wird zum Uferweg, und plötzlich ist da Wasser.



Entlang des Kanals lässt sich entspannt weitergehen, mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer am Saatwinkler Damm. Unter der Hinckeldeybrücke – einer großen Autobahnbrücke – endet der Wedding. Doch der Weg hört hier nicht auf: Er führt weiter durch grüne Korridore, Richtung Mäckeritzwiesen oder noch weiter bis zur Insel Gartenfeld.



Ein Spaziergang, der im Kiez beginnt und fast beiläufig in die Weite führt. Gerade im Frühling zeigt sich dabei, wie nah das Wasser eigentlich ist.



Park Rehberge macht wirklich Lust auf Sommerpicknick, denn die wirklich grossen Wiesen sind einladend. Auch im Winter ist
das nicht abwegig, zumal -wie sich in einem tief verschneiten Winter erleben ließ-, wurde getrödelt, spaziert und in grossen sich langsam mit Hund&Kegel sich gegen die Kälte bewegenden Gruppen , und es gab eine Theke aus Eis, erbaut von denen, die Thermoskannen mit Punsch dabei hatten!
Hallo Joachim,
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