UMGEZOGEN Alin Gaza Kitchen

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Alin Gaza Verkaufswagen LeopoldplatzMar­kus Sheha­da führt den Imbiss Alin Gaza Kit­chen. Er bie­tet dort vege­ta­ri­sche und vega­ne Gerich­te aus dem ara­bi­schen Raum an, alles frisch zube­rei­tet. Umzin­gelt von Döner­lä­den erwei­tert er das kuli­na­ri­sche Ange­bot im Wedding.

Moder­ne

Ursprüng­lich hat­te Mar­kus Sheha­da das Schnell­re­stau­rant Alin Gaza Kit­chen an der obe­ren Mül­ler­stra­ße eröff­net. Mit sei­nem Kon­zept will er vor allem jun­ge Leu­te anspre­chen. Inzwi­schen hat er das Laden­ge­schäft auf­ge­ge­ben und ist in einen Imbiss auf dem Markt am Leo­pold­platz umge­zo­gen, der diens­tags, don­ners­tags und frei­tags von 10 – 17 Uhr geöff­net hat. Die Ein­stel­lung vie­ler Men­schen zu ihrer Ernäh­rung sei sen­si­bler gewor­den, glaubt Mar­kus. Vege­ta­ri­sche Kost lie­ge im Trend und gera­de in der ara­bi­schen Küche gebe es für ihn so vie­le inter­es­san­te Mög­lich­kei­ten, ohne Fleisch zu kochen.

Wie wäre es mit einem Teller Baba Ganoush?
Wie wäre es mit einem Tel­ler Baba Ganoush?

Tra­di­ti­on

Sei­ne Rezep­te nimmt er aus zwei Koch­bü­chern, die sei­ne Eltern gemein­sam geschrie­ben haben. Gise­la und Hazem Sheha­da: Die Küche des ara­bi­schen Ori­ent: „Jor­da­ni­en – Liba­non – Paläs­ti­na – Syri­en“ / „Ägyp­ten“. Sein Vater stammt aus der Stadt Gaza. Von ihm hat Mar­kus das Geheim­nis sei­ner Fala­fel über­nom­men. Die klei­nen Lecker­bis­sen sind außen knusp­rig, innen locker, leicht und schmack­haft. Er berei­tet sie frisch zu, wie alle Spei­sen in sei­nem Imbiss. Vor­ge­fer­tig­te Gerich­te oder Tief­kühl­kost kom­men bei ihm nicht auf den Tel­ler. Momen­tan ste­hen auf der Kar­te tra­di­tio­nel­le Vor­spei­sen. Mar­kus kocht Rezep­te, die sich schon lan­ge bewährt haben. Er sieht vor sich, dass sich auch meh­re­re Leu­te gemein­sam durch das Ange­bot pro­bie­ren kön­nen, wenn sie die Spei­sen auf ara­bi­sche Art von einem Tel­ler essen.

Der ste­te Wandel

Alin Gaza kitchen logoMit sei­ner Frau Alin, deren Namen der Imbiss trägt, und den drei gemein­sa­men Kin­dern kam Mar­kus vor einem Jahr aus Frei­burg nach Ber­lin. Den Wed­ding hat er zu sei­ner Hei­mat gemacht, weil dort für die Fami­lie alles passt. Kin­der­gar­ten sowie Schu­le sind in der Nähe, mit den Öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ist man gut ange­bun­den, Schil­ler­park und Reh­ber­ge bie­ten viel Platz im Grü­nen. Der Bezirk ist durch­mischt und mul­ti­kul­ti, aber trotz­dem ruhig – ganz im Gegen­teil zu ande­ren ange­sag­ten Stadt­tei­len. Was er bedau­ert, ist das Gefühl, dass jeder im Wed­ding für sich lebt, jede Nati­on bleibt für sich. Erst hier hat er ver­stan­den, was mit dem Wort „Par­al­lel­ge­sell­schaft“ gemeint ist.

Alin Gaza Kit­chen, Ebers­wal­der Str, 1 Prenz­lau­er Berg

Text und Fotos: Sig­run Wetzel

aktua­li­siert im Dezem­ber 2017

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