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Ferienaktion für bedürftige Weddinger Kinder:
Unvergesslicher Tag für die kleinen Rebellen

14. Juli 2026
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Burger, Pommes, Saft und ein gelber Turnbeutel: Im Rebel Room hat der „Tag der kleinen Rebellen“ stattgefunden. Für die eingeladenen Kindergruppen wurde daraus ein erster Ferientag, der noch eine Weile in Erinnerung bleiben dürfte.

Manchmal braucht es gar nicht so viel für einen besonderen Ferientag. Ein schattiger Platz, etwas Kühles zu trinken, ein Essen, das man sich selbst aussuchen darf – und das Gefühl, willkommen zu sein. Genau darum ging es beim „Tag der kleinen Rebellen“, den der Rebel Room im Wedding organisiert hat.

Eingeladen waren zwei Kindergruppen aus dem Stadtteil. Die Gruppen waren von den Leser:innen unseres Aufrufs vorgeschlagen worden. Die eine Gruppe kam aus der Unterkunft für Geflüchtete Refugium im Paul-Gerhardt-Stift. Die Kinder im Grundschulalter stammen aus Syrien, Afghanistan und der Ukraine und kamen mit einem Betreuer sowie zwei Freiwilligen vorbei. Die zweite Gruppe kam aus dem Familienzentrum Nauener Platz, begleitet von einem Erzieher und einer Erzieherin. Sie erzählten, dass viele der Kinder aus sehr kinderreichen Familien kommen und ihre Nachmittage am liebsten im Familienzentrum verbringen. Dort haben sie einen Ort, an dem jemand da ist, an dem sie spielen, reden und einfach Kind sein können.

Zwei Tische im Schatten

Für beide Gruppen waren im hinteren, schattigen Bereich des Imbisses zwei Tische reserviert. An diesem warmen Sommertag war das genau der richtige Platz. Betreiber Tolga hatte außerdem jede Menge Safttüten organisiert. Für die Kinder gab es nicht nur etwas zu trinken, sondern auch ein kleines Erinnerungsstück: Jedes Kind bekam einen eigens bedruckten gelben Gym Bag mit der Aufschrift „Tag der kleinen Rebellen“.

Auch das Team passte optisch zur Aktion. Die Mitarbeitenden trugen gelbe T-Shirts und hatten sichtbar zu tun, denn die Kinder durften bestellen, was ihnen gefiel: Burger nach Wahl, mit den gewünschten Zutaten, dazu Pommes, Curly Fries und Chicken Wings. Für keines der Kinder war ein Essen im Rebel Room bisher möglich gewesen. Alle waren zum ersten Mal dort.

Ein Essen nach Wunsch

Beeindruckend war, wie schnell das Team die vielen Bestellungen aufnahm und die Tabletts zu den beiden Gruppen brachte. Für die Kinder war das nicht einfach nur ein Imbissbesuch. Sie konnten selbst auswählen, probieren, teilen, lachen, warten, weiteressen und zwischendurch wieder zu den Safttüten greifen.

So wurde aus einer kleinen Kiezaktion ein unkomplizierter, aber sehr besonderer Ferientag. Keine große Bühne, kein langes Programm, sondern ein gemeinsames Essen an reservierten Tischen im Schatten. Vielleicht ist genau das die stärkste Seite solcher Aktionen: Sie müssen nicht kompliziert sein. Manchmal reicht es, wenn jemand im Kiez sagt: Heute seid ihr eingeladen.

Joachim Faust

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

2 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Morjen

    wäre es nicht überaus extrem geil, wenn überall auf der Welt jeder Tag so ein schöner Tag sein könnte…teilen lachen miteinander
    Davon träume ich schon soooo lange….. ob ich das noch mal erlebe !!??

    sonnige Woche noch

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