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Die App aus dem Wedding:
Klicken statt schimpfen: Trash-Cam jetzt auch für Android

15. April 2026
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Es gibt so Momente im Wedding: Man biegt um die Ecke, freut sich auf den Kaffee – und dann liegt da wieder dieser Haufen Sperrmüll, der offensichtlich schon länger wohnt als so mancher Nachbar. Kurz innerlich aufregen – und dann? Genau hier setzt ein Projekt an, das längst mehr ist als nur eine nette Idee aus dem Kiez.

Weddinger Apps, die man haben muss: Ganz rechts trash-cam.com

Die Plattform Trash-Cam von Tommy Holper hat ein Update bekommen. Nach der iPhone-Version gibt es jetzt auch eine Android-App. Bedeutet: Noch weniger Ausreden, noch schneller melden – und ein kleines bisschen mehr Ordnung im Alltag.

Vom Kiezproblem zur cleveren Lösung

Die Geschichte beginnt unspektakulär, fast schon klassisch: Einer hat genug. Genug von komplizierten Formularen, genug von umständlichen Prozessen, genug davon, dass Müll zwar alle nervt – aber selten jemand den letzten Klick macht. Also setzt sich der Brüsseler-Kiez-Bewohner Tommy Holper hin und baut sich seine eigene Abkürzung durch den Behördendschungel (wir berichteten).

Foto: KI-generiert

Sein Prinzip ist so simpel wie wirkungsvoll: Foto machen, Standort bestätigen, abschicken. Den Rest erledigt das System im Hintergrund. Keine endlosen Eingaben, keine persönlichen Daten, kein Bürokratiegefühl. Stattdessen ein direkter Draht zum Ordnungsamt – verpackt in einer Oberfläche, die eher nach Service als nach Amtsstube aussieht.

Und das Ganze funktioniert nicht im stillen Kämmerlein: Eine Karte zeigt, wo bereits Müll gemeldet wurde. Man sieht, was im Kiez passiert – und wo sich die bekannten Problemstellen hartnäckig halten.

Jetzt auch für Android – und endlich ohne Browser-Zickereien

Mit der neuen Android-App wird das Ganze auch für viele Smartphone-Nutzende einfacher. Der Hintergrund: In der Webversion hatten manche Browser ihre Eigenheiten – Kamera oder GPS wollten nicht immer so, wie sie sollten.

Die App löst das deutlich eleganter. Zugriff klappt stabil, das Melden geht flüssiger, und der Weg vom entdeckten Müllhaufen zur abgeschickten Meldung wird noch kürzer.

Gemeinsam gegen die ewigen Müll-Ecken

Spannend wird das Ganze vor allem im Kollektiv. Je mehr Menschen mitmachen, desto klarer zeigt sich, wo im Wedding (und darüber hinaus) regelmäßig Müll landet. Aus einzelnen Meldungen entsteht so nach und nach ein ziemlich genaues Bild der Problemzonen.

Das hilft nicht nur dem Ordnungsamt, sondern auch der Nachbarschaft. Denn plötzlich wird sichtbar, dass es nicht „nur hier“ schlimm ist – sondern dass sich bestimmte Orte immer wiederholen. Und genau da kann man ansetzen.

weddingweiserredaktion

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

22 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. OK, Weddingweiser! Jetzt sind alle drei Apps auf meinem Handy, obwohl ich auch die OA App nutze – zugegebenermaßen nur, wenn der Müll oder eine Baustellenumführung mich auf meinen Wegen gefährden.

  2. yes it’s nice to have a clean neighborhood,BUT havnt you more important things to think about than all the fuss about garbage . what about a genocide in palastine, young men 18 -45 needing to register if they leave Getmany for more than 6 months?, Ukraine etc. I live in Mitte and it has been completely gentrified by commercial interests. The only way to defeat them is to not over think cleanliness. Germans are very good at this! -I don’t want to live in Bielifield, Hannover this is edgy Berlin and let it stay that way. Any way because of the islamaphobia in Germany , Germans will not be moving to Wedding soon. Oh and I’m not sorry for my spelling

    • Wie schön, dass ich Ihre ausschweifenden Gedanken nicht komplett verstehen kann. Wie wäre es, wenn man mal bei der Sache bleiben würde „Müll“! Noch schöner wäre es, wenn Sie in Deutsch schreiben könnten. Damit würden Sie bestimmt, einen größeren Leserkreis erreichen.

      • Erst der schräge englische Kommentar von User David, nun dieser noch viel absurdere und ebenfalls englische Kommentar mit abenteuerlichen Ausschweifungen zu Palästina (Berliner Palästina-Aktivisten?) – das ist mit Sicherheit kein Zufall.

        Sehr sehr schade, dass es hier kaum mehr um diese wunderbare App geht, die mit dazu beitragen kann, dass wir in einem endlich wieder sauberen und lebenswerteren Wedding leben können.

    • This place used to be tidy and clean, and rents were affordable—the cheapest in the whole city. That was the case in the ’80s and ’90s, and even in the 2000s, you had plenty of options to choose from when viewing apartments.
      Unfortunately, that attracted many newcomers from other states who had more money and created a housing shortage. That led to gentrification and rising rents—not a lack of cleanliness.
      Anyone who claims otherwise has only lived here for a short time and has no idea….

    • Das ist nicht nur komplettes Derailing, sondern auch einer der, wenn nicht der absurdeste Kommentar, den ich hier im Kommentarfeld des Weddingweisers in all den Jahren gelesen habe.
      Hier hat ein toller engagierter Mensch eine hervorragende App entwickelt und manche haben derart viel Aktivismus-Schaum vorm Mund, dass hier der Bogen bis Palästina und Islamophobie gespannt wird. W-A-H-N-S-I-N-N!!!!

  3. Vielleicht ist es aber auch eine innere Haltung, anderen nicht einfach seinen Dreck zuzumuten. Und es ist der eigene Anspruch sich wohler zu fühlen in einer sauberen Umgebung. Was hat das mit „Bürgerlichkeit“ zu tun?
    Merke: nur Schweine fühlen sich richtig wohl im Dreck!

    • Ob „Bürgerlichkeit“, „Gemeinsinn“ oder „Sauberkeit“. Ich stimme Ihnen im Kern doch vollkommen zu. Leute wie der User @David fühlen sich von diesen Attributen, von einem sauberen, gepflegten Kiez getriggert, noch schlimmer, befürworten sogar weitere Vermüllung, aus wirklich abenteuerlichen Gründen!

  4. Letztens im abgetrennten, nur mit Schlüssel zugänglichen Bereich der Müllcontainer, tatsächlich ein ausrangiertes Moped. Wird immer verrückter.

  5. Da sollten sich möglichst viele beteiligen! Manchmal dauert es bis der Müll weg ist aber zur Zeit ist es ziemlich sauber im Nordbahnkiez.

  6. Kleinen Müll kann man auch aufsammeln und wegwerfen. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass Müll bewusst hingeworfen wird (nachts sogar Möbel, Baustoffreste usw.), um Einwohner zu vertreiben (Stichwort Horrorhäuser!!). Also unbedingt mithelfen und Strassen sauber halten. Imbisse und Kioske, die Verpackung mitverkaufen, sollten verpflichtet werden, den Bereich vor ihrem Laden sauberzuhalten.

    • „Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass Müll bewusst hingeworfen wird (nachts sogar Möbel, Baustoffreste usw.), um Einwohner zu vertreiben.“

      Der User „David“ beweist das doch ganz wunderbar. Den Gedanken/ Verdacht, dass es gewisse Kräfte gibt, die in der bewussten Vermüllung und einhergehenden Verwahrlosung der Kieze ein legitimes Mittel im „Kampf gegen Gentrifizierung“ sehen, hatte/habe ich immer wieder.

  7. that’s a very stupid app. one of the reasons wedding is great is because of the rubbish the fucked up people etc. Don’t gentrify the place with such stupid apps.

    • Die Höhe der Mieten hat nichts mit der Müllmenge zu tun, siehe in Neukölln und auch im Wedding. Dort stapelt sich der Sperrmüll auf den Straßen, und trotzdem werden astronomisch hohe Mieten abgerufen.

      • Werter/ Lieber Herr Faust, ich befürchte, dass es Menschen gibt, die sich von sauberen, gepflegten und lebebswerten Kiezen enorm getriggert fühlen. Warum? Meine Vermutung: purer Hass auf alles was so etwas wie Bürgerlichkeit versprüht.
        Warum zum Beispiel wird in frisch bepflanzte, wunderschöne Hochbeete in kürzester Zeit Müll geworfen? Mit wunderschönen Baumscheiben genau dasselbe. Warum lassen Menschen dort ihre hineinka****, obwohl ein sichtbar von Kindern gemaltes Schild darum bittet, genau dies zu unterlassen??
        Warum tun Menschen dies?
        Wie gesagt, ich sehe da sehr viel Hass auf alles was Bürgerlichkeit und zivilgesellschaft versprüht.

        • Naja andersherum habe ich manchmal den Eindruck, dass die bürgerliche Mitte nur dann aktiv wird, wenn es um das eigene Wohlempfinden geht, strukturelle Probleme jedoch ausgeblendet werden. Ich finde bspw. nachbarschaftliche Müllsammelaktionen toll, aber hauptsächlich der nachbarschaftlichen Gemeinschaft wegen. Mir gibt es ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit, und dennoch denke ich, das eigentlich die BSR dafür zuständig ist und wir diese stärken sollten, sowie die Ursachen erforschen, statt nur Symptome zu bekämpfen. All jene Menschen, die keine Zeit und Nerven für solche Aktionen haben und aus Stress vielleicht auch den Müll an der Straße entsorgen, bleibt dieses Selbstwirksamkeitsgefühl verwehrt. Und hier wird ihnen Hass unterstellt, ohne nach den Gründen zu fragen.

          • Ohh, ich bin ganz Ohr!
            Welche Gründe für das Vermüllen von Hochbeeten und Hineinka**** in liebevoll bepflanzte Baumscheiben liegen stattdessen bitte vor??
            Der wunderbar ehrliche, entlarvende Kommentar von „David“ bestätigt mich.

      • Ja, das meinte ich ja…Müll zu erzeugen, um in einigen Fällen nach Bewohnerwechsel sehr hohe Mieten zu generieren (siehe u.a. Horrorhäuser…). Es wird Miete kassiert, aber nichts/kaum renoviert…
        Ist wahrscheinlich alles etwas komplex…
        Müll auf den Strassen erhöht auch Kriminalität. Also weg damit 😉

        • Schönen guten Morgen, Berta :-). Ja, das mag es sicherlich auch geben, dass Wohnhäuser bzw deren Innenhöfe bewusst der Verwahrlosung preisgegeben werden, um Anwohnende derart abzuschrecken, dass sie ausziehen. Auf den gesamten Sprengelkiez bezogen, so bezweifle ich aber sehr stark, dass der viele und zunehmende Müll im gesamten Kiez auf Hauseigentümer*innen zurückzuführen ist, die ihre Mieter*innen mittels Vermüllung und Verwahrlosung zum Auszug treiben wollen.
          Es sind wohl eher andere Verursacher*innen. Einer davon hat sich hier ja bereits „entlarvt und gegen diese hervorragende App gewettert.

    • Das tut weh! Das ist so dermaßen dumm!
      Aber es beweist mir einmal mehr, dass es tatsächlich Menschen im Wedding gibt, die in der absichtlichen Vermüllung eine legitime Vorgehensweise gegen „Gentrifizierung“ sehen.

      Nein! Jetzt werde ich erst recht noch viel mehr Müll an die Behörden melden, lieber David!

      —-‐——————————————————

      That hurts! That’s so incredibly stupid!

      But it proves to me once again that there are actually people in Wedding who see deliberate littering as a legitimate way to combat „gentrification.“

      No! Now I’m going to report even more trash to the authorities, David!

    • Vielen vielen Dank für diesen so wunderbar entlarvenden Kommentar.
      —————————————————-
      Thank you so much for this wonderfully revealing comment. So there really are people who have a very deliberate interest in littering our neighborhoods.

      • Und vor allem weil der Wedding früher, bevor die ganzen Juppies kamen, sehr schön und ansehnlich gewesen ist. Das Grünflächenamt hat sich noch jedes Jahr um das pflanzen von Blumen auf den Mittelstreifen und in den Parks gekümmert, der Müll wurde regelmäßig entfernt, Sperrmüll wurde zum Bad Hof gebracht etc etc.
        Mittlerweile herrscht hier Anarchie und das scheint manch einem gut zu gefallen.

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