Unsere Autor:innen sind nicht nur im Wedding unterwegs – sie sind mittendrin im Alltag. Im Supermarkt, auf dem Spielplatz oder beim Schlendern durchs Viertel: Überall warten Geschichten, Geräusche, Begegnungen. Und manchmal schreiben uns sogar Leser:innen direkt. So entstehen sie – diese kleinen, echten Kiezmomente. Heute mal nicht direkt aus dem Wedding, doch in Gedanken an unseren Stadtteil.


Über Ostern war ich in meiner Geburtsstadt unterwegs und nach einem angenehmen, zugleich aber auch anstrengenden Thermenbesuch stellte sich Hunger ein. In der Fußgängerzone der Kleinstadt reihte sich ein Imbiss an den anderen, und ich blieb in einem Laden namens Ali Baba hängen. Ich war trotz der Mittagszeit der einzige Kunde, doch mir wurde gleich ein wärmender Tee angeboten. Ungewohnt war vor allem, dass ich nicht gefragt wurde, was ich alles an Salat und Gemüse nehmen würde, und der Dönermann erkundigte sich auch nicht nach der gewünschten Sauce. Der Döner wurde schließlich serviert – doch er war statt in einem Viertel-Fladenbrot in einem aufgeschnittenen, trockenen, flachen Brot, das wie eine Teigtasche gefüllt war. Die Sauce war weder eine Kräuter-, noch eine Knoblauch- noch eine scharfe Sauce, sondern irgendwas dazwischen. Kurz: Nichts daran erinnerte an den Döner, wie ich ihn aus dem Wedding gewöhnt bin.
Zurück in Berlin besuchte ich gleich am ersten Tag meinen Lieblingsdönerladen an der oberen Müllerstraße – und da waren sie wieder, die typischen Fragen nach der Sauce, die typischen Zutaten und vor allem: der typische Geschmack!


es ist wunderlich was die Leute alles hier in Berlin an “ Döner“ akzeptieren. ich kann mich noch vor ca 20 Jahren erinnern am Leopoldplatz gab es Döner „ja Prag Döner“ ist das auf türkisch, so wird gesprochen 😂 und das auch klar zu stellen, das war Rind/Lammfleisch Döner mit ganzen Fetzen Fleisch, minimal fleischpüree und das gleiche gab es auch als chicken. heute sieht man praktisch nur noch, wenn man sich den normalen Döner kauft, diesen Leberkäs Döner fein püriert und freut euch Leute, dass ist meistens 3 mm Fleisch, sogenanntes Gastarbeiterfleisch oder Verarbeitungsfleisch, etwas besser aber auch minderwertige Qualität. und auf dieses, als Döner, habe ich absolut keine Lust mehr, mich wundert wieso die Leute das akzeptieren ich kann es nicht verstehen.
wen die Rechtschreibung hier stört, der möge mir etwas vermitteln, was meine Lust auf dieses üble Buchstaben eintippen beim Handy erhöht oder sich einfach anders hinhaltigkeit des ganzen erfreuen. die Spracherkennung kann es nicht besser bye bye
Morjen
als ich noch Döööner verspeiste, erlebte ich immer wieder dies:
Tach bitte ein Döner ohne Soße, mit alles und zum mitnehmen
Dönermann klappt das Fladenbrot auf, greift zum Holzlöffel
mit Soße!?
Nein, bitte mit alles und zum mitnehnem
Dönermann schaufelt alles in das Fladenbrot
auch mit Zwiebeln
ja bitte mit alles und zum mitnehmen
Dönermann befüllt das Fladenbrot mit allem und fragt
zum nitnehmen
ja bitte
Haben die Krümel in den Ohren???
Gruß
Als Kind des Ruhrpotts hat es ja schon gedauert, mich an Berliner Currywurst zu gewöhnen. Und heute sage ich, dass sie viel besser ist, als die Ruhrpott-Currywurst und mache sie manchmal auch selber.
Aber Döner kann Berlin nicht. Auf einen Döner gehören zwei ordentlich scharfe Pepperoni, zwei ordentliche Stücke Schafskäse (nein, kein gekrümmelter Analogkäse für 1eur Aufpreis) und eine gute Kräuter-Knoblauchsauce auf Joghurtbasis.
Hier gibt es nur angemalte Mayo mit nem extra Pfund Zucker. Pfui deivel.
Danke 😉
Es ist wirklich gut, Berlin manchmal zu verlassen. Damit man weiß, wie gut wir es hier haben 😉
Zumindest was den Döner angeht!
Wobei ich erst in Berlin, im Wedding, ueberhaupt jemals mit diesen widerlichen „Hackfleischdoenerspiessen“ statt echten, geschichteten Fleischscheiben am Spiess in Beruehrung kam 🤢