Die Bundeswehr macht zur Zeit überall in der Stadt auf großen Plakaten Werbung für den Wehrdienst. Und gleichzeitig wird damit begonnen, die Julius-Leber-Kaserne im Norden des Wedding für 190 Millionen Euro fit für die neuen Soldaten zu machen.

Das 80 Hektar große Gelände ist mit 135 Gebäuden, 85 Hallen, eigenem Schwimmbad und der Kita „Wilde Wiese“ so etwas wie eine Stadt in der Stadt. Aber es ist auch ein Teil des Wedding. Und wie überall im Wedding, sieht es hier schlecht aus, wenn es um den baulichen Zustand der Gebäude geht. Die Anlage aus dem Jahr 1937 ist etwas in die Jahre gekommen. Seit der Übernahme vom Vorbesitzer, der französischen Armee, im Jahr 1994 ist anscheinend nicht viel passiert. Angeblich sind die Strom- Wasserleitungen noch von den Franzosen. Und die hatten die Immobilie schon 1945 von den Sowjets übernommen. Und wie überall im Wedding sind die Eigentümer der Immobilie nicht besonders auskunftsfreudig, wenn es um die konkreten Modernisierungsmaßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Nachbarschaft geht. Der Sprecher des Landeskommandos Berlin, Oberstleutnant Torsten Sandfuchs-Hartwig beantwortete die Fragen des Weddingweisers militärisch knapp.


Der Chef des Landeskommandos Berlin, Brigadegeneral Horst Busch, hat im Tagesspiegel angekündigt, dass in den nächsten sechs Jahren bis 2032 mehr als 190 Millionen Euro in die Kaserne investiert werden.
Wofür wird das Geld vor allem verwendet werden?
Die Investitionen fließen vor allem in die Modernisierung von Unterkunftsbauten für Soldatinnen und Soldaten sowie in Dienstgebäude.


Sind die Baumaßnahmen auf das jetzige Gelände der Kaserne beschränkt, oder werden auch neue Gebiete erschlossen? (z.B. auch Wohnungsbau in der Cité Joffre?)
Die angesprochenen Maßnahmen betreffen allein das Gelände der Julius-Leber-Kaserne.
Werden auch Schutzräume für die Bevölkerung gebaut?
Das ist Sache des Zivilschutzes, zuständig sind hier das Bundesinnenminiserium (BMI) bzw. die Innenministerien der Länder.
Welche Auswirkungen werden die Baumaßnahmen auf den Stadtteil haben, beispielsweise durch Sperrungen oder Baustellenverkehr?
Auf den Stadtteil haben die Baumaßnahmen derzeit keine absehbaren Auswirkungen.


Die Kaserne soll durch den Umbau auch wieder für die Unterbringung von Wehrdienstleistenden ertüchtigt werden. Werden freiwillig Wehrdienstleistende aus Berlin damit rechnen können, im Wedding stationiert zu werden?
Grundsätzlich entscheidet das BAPersBw (Anm. Red: Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr) über den örtlichen Einsatz aller Soldaten, auch der freiwillig Wehrdienstleistenden, im Rahmen der militärischen Bedarfsdeckung.
Grundsätzlich gilt, seitdem die Bundeswehr Kasernen in Berlin unterhält, waren auch immer Wehrdienstleistende aus Berlin im Wedding stationiert.

Nachbemerkung:
Gerne hätte sich die Redaktion auch einen eigenen Eindruck von der Kaserne gemacht und mit ein paar Soldaten gesprochen. Denn obwohl wir die größte Kaserne Berlins bei uns haben, passiert ja nicht oft, dass man einen Soldaten auf der Straße oder in der Kneipe trifft. Das war leider nicht möglich. Hier die etwas enttäuschende Antwort des Sprechers des Landeskommandos Berlin:
Leider können wir Ihre Anfrage derzeit weder von den Kapazitäten her noch inhaltlich sicherstellen.Die Soldaten, die ihren Dienst im Landeskommando Berlin verrichten, haben ihren Lebensmittelpunkt außerhalb des Ortsteils Wedding, sind teilweise sogar Tagespendler aus dem Land Brandenburg.Hinzu kommt, dass Soldatenportraits immer auf Freiwilligkeit beruhen.Aufgrund der seit 2022 bestehenden Sicherheitslage sehen unsere Soldaten aus Schutzgründen von personenbezogener öffentlichkeitswirksamer Berichterstattung ab. Ich bitte um Ihr Verständnis.


Über die Entstehungsgeschichte dieses Artikels könnt ihr hier einen Beitrag lesen: https://kafkaontheroad.blog/2026/03/29/ausflug-ins-gruene/ Ein bisschen schade, dass die Bundeswehr aus sicherheitspolitischen Erwägungen nicht wirklich mit ihrem Umfeld kommunizieren möchte (oder darf).
@blog #cdu #csu #spd #grüne #noafd #dielinke #bundesregierung #merz #dobrindt #bundeswehr #reiche #bundestag #gesetze usw müssen der #Menschlichkeit u #Gerechtigkeit u d #Grundgesetz dienen.
Remote-Antwort
Ursprüngliche Kommentar-URL
Dein Profil
Warum muss ich mein Profil eingeben?
Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
Dort ist auch das Wachbataillon (WachBtl BMVg) ansässig.
Leitspruch „Semper talis“