Nur selten hat ein Café in so kurzer Zeit eine so große Fangemeinde aufgebaut wie Lemy’s Café. Im nördlichen Wedding hat sich der Ort schnell als Treffpunkt etabliert. Die Betreiberin betont, dass hier alles mit viel Liebe entsteht – und genau das wird von den Gästen wahrgenommen.


„Viele Gäste sagen uns, dass hier so etwas gefehlt hat“, erzählt Betreiberin Lemy. Mit dem Café wurde nicht nur eine gastronomische Lücke geschlossen, sondern auch ein Angebot geschaffen, das über den Kiez hinaus Anklang findet. Selbst Berlin-Besucher kommen gezielt vorbei. So frühstückten etwa die Eltern einer Kundin im Café und kündigten an, bald wiederzukommen. Bereits am darauffolgenden Wochenende reisten sie aus Bayern erneut an: Abfahrt um 5 Uhr, Ankunft um 9 Uhr zum Frühstück. Solche Begegnungen erlebt das Team immer wieder.


Bemerkenswert ist, dass das Café von Beginn an Menschen aller Altersgruppen anspricht – und das in einem Kiez mit bislang überschaubarem gastronomischem Angebot. Auf Gäste aus dem nahegelegenen Seniorendomizil wird Rücksicht genommen, indem die Speisen weniger süß und fettig gehalten sind. Ein jüngeres Publikum wiederum greift gern auf das umfangreiche vegane Angebot zurück. „Die vegane Frühstücksplatte ist sehr gefragt“, sagt Lemy.


An diesem Tag steht das Suppenangebot im Mittelpunkt: Blumenkohl-, Linsen- und Kürbissuppe. Serviert werden sie jeweils mit Salat und selbst gebackenem veganem Brot. An manchen Tagen ergänzt eine Brokkolisuppe die Auswahl, die Linsensuppe ist stets vegan. Die Konsistenz ist fein püriert, abgeschmeckt mit einer „geheimen Zutat“, wie Lemy verrät – mehr als das, dass die Rezepte aus ihrer ostanatolischen Heimat stammen, lässt sich ihr nicht entlocken. Die Suppen sind sättigend und haben sich im Kiez schnell herumgesprochen.


Auch im Catering-Bereich ist das Café aktiv. Büros im Umfeld bestellen regelmäßig Platten mit Gözleme, Hummus, Obst, Rohkost, Bagels und Börek, die im gesamten Wedding und bis nach Reinickendorf-Süd geliefert werden. Ebenso werden Trauerfeiern vom nahegelegenen Domfriedhof, Geburtstage oder Jubiläen mit zusammengestellten Angeboten aus dem Café versorgt.


Der Arbeitstag beginnt früh: Ab 6.30 Uhr werden Bagels, Panini und Brötchen gebacken und belegt, um 8 Uhr startet der Verkauf. Die Lage direkt am U-Bahneingang wird von vielen Stammgästen genutzt, um sich mit Backwaren einzudecken. Ab 9 Uhr beginnt die Frühstückszeit. Bagels, Cookies, Brot und Börek werden im Café selbst hergestellt, während Croissants und Éclairs zugekauft werden.


Nach rund sechs Monaten Betrieb ist eine Erweiterung des Angebots geplant. „Bald möchten wir auch Feinkost anbieten“, sagt Lemy. Gedacht ist an Hummus, Avocado-Zubereitungen, Salate und vegane Saucen – die Planungen dafür laufen bereits.
P.S. Dienstags trifft sich eine offene Handarbeitsgruppe von 17.30 – 20.45 Uhr. Mitstrickende und -häkelnde sind willkommen!
Lemy’s Café, Müllerstr. 70b, tgl. 8 – 20 Uhr
U bhf Rehberge



Ist das Absicht, das nicht erwähnt wird, wo das Café sich genau befindet? Ich lese „nördlicher Wedding“, „Kiez“ und „Lage direkt am U-Bahnhof“ und wundere mich, das man nicht dazu schreibt, welcher U-Bahnhof denn gemeint ist. Auch die Adresse ganz unten hilft mir kaum, die Müllerstraße ist lang und ich weiß nicht aus dem Kopf, welche Hausnummern auf welcher Höhe liegen. In der verlinkten Instagram-Beschreibung steht es auch nicht.
Ja, ich weiß schon wie ich das rausfinde, darum geht es nicht. Ich frage mich nur, ob es einen expliziten Grund gibt, die genaue Lage nicht zu schreiben und welcher das wohl sein könnte?
Nein, das ist nicht beabsichtigt, danke für den Hinweis. U-Bahnhof Rehberge
cool, danke! der Artikel hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht, werde bald dort vorbei schauen!