Lokalkolorit inklusive im Restaurant FRABEA

Das gute alte Schnitzel

Schon seit einigen Jahren heißt das Ecklokal am Volkspark Rehberge FRABEA. Doch erst seit dem 3. Juli wird es von Sinisa Kek und Patricia Witzki betrieben. Wir haben uns dort einmal umgesehen, was geblieben ist und was sich geändert hat.

Döner, Pizza & Co kann ja jeder

Was für eine Küche bietet das Betreiberpaar an? „Man kennt doch Muttis Sonntagsbraten, will aber nicht immer bis Sonntag darauf warten“, sagt Patricia Witzki. Und so gibt’s im neuen FRABEA etwas im Wedding fast Ausgestorbenes: die gute, alte, deutsche Küche, versehen mit einem Schuss Berliner Lokalkolorit. Neben den regionalen Spezialitäten wie Berliner Leber, Bauernpfanne und Schlachteplatte stehen auf der großen Karte auch Sandwich-Ecken, Rumpsteak und eine wirklich riesige Berliner Currywurst. Es gibt aber noch mehr. Neben Fischspezialitäten wie Seelachs, Matjesfilet und Brathering stehen auf der Karte auch vegetarische Gerichte wie Pell- und Folienkartoffeln, Gemüsegratin und gebackener Camembert. Diverse Suppen, Eintöpfe und Salate runden das Speiseangebot ab. Für die Schlemmer gibt es die sogenannten Berliner Happen, mit den man sich mit drei bis neun kleinen Portionen durch die Karte probieren kann.

Und wer bedient einen beim Bestellen? Das sind die Betreiber Sinisa Kek (36) und Patricia Witzki (31), die beide im Wedding aufgewachsen sind. Sinisa hat schon als Jugendlicher im BSC Rehberge gespielt und im Kiez seine ersten Erfahrungen in der Gastronomie gemacht. Und ein Sportmarketing-Diplom hat der waschechte Weddinger mit kroatischen Wurzeln auch. Patricia ist übrigens gelernte Gastronomiekauffrau und im Sprengelkiez groß geworden.

Aktionstage und Brunch

Insgesamt können 120 Menschen im dreiräumigen Innenbereich und dem kleinen Außenbereich direkt an der Bushaltestelle Otawistraße Platz finden. Direkt gegenüber vom Eingang des Volkspark Rehberge, der zum Verdauungsspaziergang einlädt. Auch vor oder nach dem Freiluftkino Rehberge bietet sich ein Besuch im FRABEA an. An der rustikalen Einrichtung haben Sinisa und Patricia bewusst wenig geändert. Die dunkel-hölzerne Einrichtung spricht ältere Gäste sowie jünger Leute an, denn heutzutage dürften auch jüngere Leute es wieder „cool finden“, hofft Sinisa. Für die ganz kleinen Gäste steht eine Spielecke mit Kindertisch und diversen Spielen und Beschäftigungsmöglichkeiten bereit, so das Mama und Papa in Ruhe etwas essen und trinken können, und das Kind ist beschäftigt.

Es gibt viele Aktionsangebote wie den Schnitzeltag am Donnerstag ab 7,50 Euro oder das Sonntagsbrunch von 9.30 bis 15.00 Uhr. Damit auch die, die den Sonntag zum ‚Erst- Um-Vierzehn-Uhr-Aufstehen‘-Tag gemacht haben, im FRABEA ‚frühstücken‘ können. Das kostet 12,50 Euro pro Erwachsenem, 6,50 Euro pro Kind (6-12 Jahre) und ist ein All-You-Can-Eat Buffet. Neben den kalten und warmen Speisen sind auch Orangensaft, Apfelsaft und Kaffee mitinbegriffen. Und die „Aktion des Monats“ gibt es auch. Das ist ein besonderes Essen, wie zu Beispiel Garnelen SATT oder Eisbein-Essen, zum Ende des Monats hin, zu dem man sich anmelden muss. Während der ‚HappyHour‘ an allen Öffnungstagen zwischen 17 und 20 Uhr kostet jeder Cocktail nur 5 Euro, wobei diese auch zu allen anderen Zeiten nicht viel teurer sind.

Wie jedes gute alte Lokal hat auch das FRABEA ein Hinterzimmer. Dort trifft sich regelmäßig ein Skat-Club und verschiedene Vereinssitzungen werden abgehalten. Dieser Raum kann, wie alle anderen Räume auch, für private Feiern gemietet werden.

Mein Eindruck: Zwei Leute haben ein Restaurant am nördlichen Ende des Weddings übernommen und folgen dem Motto, dass man nicht auf Teufel-komm-raus originell sein muss. Man kann durch Freude am Machen das Normalste neu aufblühen lassen. Nach außen hin hat sich abgesehen von der neuen Terrasse wenig verändert. Es ist immer noch das FRABEA mit der rustikalen Möbelierung, aber mit frischem Wind und vielen vielen Ideen.

Restaurant FRABEA, Afrikanische Straße 90 (Ecke Otawistraße) 13351 Berlin; 030 / 45 02 29 56, Öffnungszeiten: Di-Fr : 15.00 Uhr – ? ; Sa : 12.00  Uhr – ? ; So 9.30 Uhr – ?, facebook / Instagram: restaurant-frabea ; restaurant-frabea.de

Text: Ruben Faust


1 Kommentar
  1. Na, da wünsche ich viel Glück. Nachdem das auf Schnitzel spezialisierte „Pfefferbaum“ an der Ecke Tranvaal/Afrikanische vergangenes Jahr dicht gemacht hat, gibt es hier ja eine echte Lücke im Angebot.

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