Ich und mein himmel-Beet #4

Blick ins Beet. Foto: A. Hahn

Wir treffen uns im Garten! Zum Beispiel im himmelbeet in der Ruheplatzstraße. Unser Autor Andaras hat in dieser Saison ein Pachtbeet im Gemeinschaftsgarten und er nimmt den Weddingweiser mit. Ein Mal im Monat berichtet er in seiner Gartenkolumne, was er beim Gärtnern gelernt hat, wen er traf und was so los ist im und um sein himmel-Beet. Heute: Wachsen lassen, gießen und dabei lernen

Wenn ich auf mein Beet schaue …

… dann bin ich zu spät und doch zu früh. Der Salat blüht, was unter Gartenfreunden eher als schlechte Auswirkung auf den Geschmack beschrieben wird. Andererseits kommen immer mehr Tomaten und einige wechseln gerade von orange auf rot. Die meisten sind aber immer noch grün. Aber dennoch, es tut sich was. Die Rauke will wie im letzten Monat überhaupt nicht mehr und die Tomaten muss ich unbedingt stützen.
Bei zu viel Regen schimmeln die wohl gerne, wenn sie zu nah am Boden wachsen, da es so trocken war, war das kein Problem … aber nun. Schnüre sind schon gekauft.
Der Basilikum wuchs bisher langsam aber bestimmt. Nun zwei Tage regen – zack – gleich auffallend mehr geworden. Verrückt irgendwie. Ach ja, der Brokkoli kommt auch.

Wenn ich mich im Garten umsehe …
Tomaten

… ist es immer noch eine entspannte Oase neben der Schulstraße, die scheinbar dennoch vielen verborgen bleibt, weil sie denken das himmelbeet wäre nicht öffentlich. Aber so ist es ja nicht. Jeder ist willkommen. Ob Gärtner oder nicht.

Mein himmlischer Gartenmoment war …

… gute Frage, in den letzten vier Wochen habe ich nur ein bisschen Basilikum geerntet. Aber wenn der einmal im Rucksack verstaut ist, umgibt einen eine Duftwolke die ihresgleichen sucht.

Was ich im Juni gelernt habe …
Gestatten? Brokkoli!

… da ich beim Essen für die neuen Pächter war, wurde noch Mal sichtbar, dass der Feind des Hobbygärtners nicht nur 30 Grad zur Mittagszeit sind, sondern auch Würmer und Maden im Boden, die sich gerne an den Möhren und Radieschen zu schaffen machen. Aber gut, ich hab nur Dinge, die Richtung Sonne wachsen. Übrigens kann man auch grüne Tomaten ernten, falls es mal sein muss. Einfach in Papier einwickeln, Apfel dazu legen und sie reifen nach. Geschmacklich dann nicht ganz sooo lecker wie eine frisch gereifte Tomate, aber das Auge isst ja trotzdem zur Hälfte mit.

Gemeinschaft oder Gärtnern?

… wie gesagt… erntetechnisch war gar nicht so viel los. Aber ich habe den Auftrag, zwei Beete für Urlauber mitzugießen. Also ist es die Gemeinschaft, die diesen Monat überwiegt. Auch meins wurde diesen Monat mitgegossen, aber von einer Nicht-Gärtnerin. Dies war nochmal ein subtiler Appell an alle Nicht-Gärtner sich doch mal rein zu wagen. Es gibt auch Burger an der Bar und himmelbeet-Ale.

Grüner Samstag


Andaras Hahn ist seit 2010 Weddinger. Er kommt eigentlich aus Mecklenburg-Vorpommern. Schreibt assoziativ, weiß aber nicht, was das heißt und ob das gut ist.  In dieser Saison hat er ein Pachtbeet im Gemeinschaftsgarten. Macht manchmal Fotos: @siehs_mal


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