Im Schatten des Irrlichts – Konzerte im Humboldthain Club

Hier findet die Konzertreihe statt. Foto: Humboldthain Club
Hier findet die Konzertreihe statt. Foto: Humboldthain Club

Ab dem 2. Oktober weht ein frischer Wind in der Weddinger Musikszene. An diesem Abend beginnt die neue Konzertreihe „Im Schatten des Irrlichts“ im Humboldthain Club in der Hochstraße 46. An insgesamt vier Abenden werden im kommenden halben Jahr sieben Bands auf der Bühne stehen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, altbewährte Konventionen gehörig durch zu wirbeln und die Zuhörer auf einen Trip durch die Welt der improvisierten Instrumentalmusik zu schicken.

Im Schatten des Irrlichts, Teil 1

Am Montag, den 2. Oktober geht es los mit den beiden Bands „Kuhn Fu“ und „Das Ende der Liebe“. Die Türen öffnen sich um 22 Uhr, die Konzerte beginnen um 22.30 Uhr. Kuhn Fu, die sich gerne als „haariger Fisch mit Beinen, der einen Baum hochklettert“ beschreiben, werden den Anfang machen und ihren ungewöhnlichen Mix aus Improvisation mit rockiger Attitüde und einer kräftigen Prise schwarzem Humor zum Besten geben. Danach geht es um Liebe, Beat und Freiheit. Viertel-Bassdrum gepaart mit präpariertem Flügel und psychedelischen Sounds aus unzähligen Effektgeräten ergeben den typischen Das Ende der Liebe-Sound, der die Hüften zum schaukeln bringt. Und da zu einem guten Eröffnungsabend natürlich auch ein berauschendes Fest gehört, wird danach noch bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert.

Das Konzept der Konzertreihe

Im Schatten des Irrlichts - Plakat für den ersten Teil der Konzertreihe. Foto: Promo
Im Schatten des Irrlichts – Plakat für den ersten Teil der Konzertreihe. Foto: Promo

Improvisierte Instrumentalmusik, vor allem der Bereich des Jazz, ist dem Wedding natürlich auch bisher nicht völlig fremd gewesen. Man denke nur an die freitägliche Jamsession Bei Ernst im Sprengelkiez, die auch weit über die Berliner Stadtgrenzen hinaus unter Musikern, Musikliebhabern und dem alteingesessenen Weddinger Publikum sehr geschätzt wird. Und auch mit Läden wie dem Silent Green in der Gerichtstraße, dem Kiki Sol in der Reinickendorfer Straße oder der Nussbreite in der Seestraße wird unkonventionellen Klängen jenseits des Mainstreams regelmäßig eine Bühne geboten.

Das Besondere an den „Im Schatten des Irrlichts“-Konzerten ist vor allem die musikalische Herangehensweise der beteiligten Künstler. Deren Musik bewegt sich zwischen den Sphären des Jazz, Rock und elektronischer Klänge, manchmal ruhig und bewegend, manchmal verrückt und humorvoll, dabei immer energetisch und auch eine Einladung zum Tanz wird an den Konzertabenden nicht ausbleiben. Die sieben beteiligten Bands, allesamt bestehend aus studierten Jazzmusikern, sind aus langjährigen Entstehungsgeschichten herangewachsenen und haben während dieser Zeit einen ganz eigenen Bandsound mit triphaftem Charakter entwickelt.

Wie der Wedding, so der Humboldthain Club – bodenständig und nicht abgehoben, kiezig und nicht touristisch und zu guter Letzt immer offen für neue Konzepte und Ideen. Somit bietet der Club am Rande des Wedding die idealen Voraussetzungen, damit die volle Wirkung dieser Instrumental Trip Music entstehen kann. Gerade weil er keine Konzertlocation im klassischen Sinne und damit nicht bereits mit vorgefertigten Erwartungshaltungen und Stimmungen belegt ist, wird den Musikern wie auch den Zuhörern der nötige Freiraum gegeben, um sich losgelöst und leidenschaftlich entfalten zu können.

Im Schatten des Irrlichts, weitere Konzerte

  • 21.12.2017: Trio Heinz Herbert | Rocket Men
  • 22.02.2018: The Great Harry Hillman | Enjuti
  • 29.03.2018: C.A.R. | Das Ende der Liebe

Die Konzertreihe „Im Schatten des Irrlichts“ wird gefördert durch den Musikfonds e.V.

Text: Annika Rath, Foto/Grafik: Humboldthain Club, Promo

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