Der Schillerpark

Wie alles begann…….

Wie im benachbarten Gebiet des Volksparks Rehberge gab es eine Dünenlandschaft und Flugsandbelastung. 1898 lagen die ersten Pläne vor, die eine Bepflanzung dieses Areals vorsahen. Die Bevölkerung im Norden Berlins war stark angewachsen und brauchte Erholungsstätten – „wat Jrünet“. 1903 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Entschluss den Plan zu realisieren. Erst bekam der Park 1905 einem Namen. Anlass war der 100. Todestages von Friedrich von Schiller. 1907 wurde erst einmal der Wettbewerb zur Gestaltung des Schillerparks ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann der junge Magdeburger Gartenbauarchitekt Friedrich Bauer. 1909 konnte es dann losgehen. Der Festakt begann mit der Pflanzung der Schiller-Eiche in der Nähe der Barfusstraße. Diese Schiller-Eiche wurde eigens aus Schillers Geburtsort Marbach geholt und ist noch heute im nördlichen Parkteil zu besichtigen. 1910 konnte bereits der nördliche Teil des Parkes der Öffentlichkeit übergeben werden.

Der Schillerpark präsentiert sich dem Betrachter nahezu originalgetreu und ist seit 1986 als Gartendenkmal in das Baudenkmalbuch der Stadt Berlin eingetragen.

Was gibt es sonst…….

Schillerdenkmal im SchillerparkDer Schillerpark besteht aus zwei annähernd gleich großen Arealen, die hauptsächlich von einer großen Rasenfläche bestimmt sind, der flachen Schülerwiese und der leicht welligen Bürgerwiese. Im Sommer brennt die Sonne auf die Schülerwiese und die Bürger nieder. Trotz der Nutzung werden die Wiesen gepflegt. Zu den Straßen hin ist der Park durch einen 30 Meter breiten Gehölzstreifen geschützt. Er besteht aus Eichen, Linden, Ahorn, Ulmen und Pappeln. Es gibt Alleen aus mächtigen Bäumen und eine Bastion findet sich dort. Eine dreigegliederte Terrasse aus Kalkstein – auf der ersten Ebene befindet sich ein symmetrisch angelegter Rosengarten. Auf der zweiten Ebene thront das Schiller-Denkmal und auf der dritten Ebene der grüne Hain, als natürlicher Tempel für den Dichterfürsten. Wenn man früh kommt, ist dort auch eine feierliche Stille. Mitten in der Stadt. Überquert man die Barfusstraße, eröffnet sich eine andere Parklandschaft. Das Gelände ist bewegt. Es gibt mehr Wege, Baumgruppen auf der Bürgerwiese, Hecken, die Wildstaudenpflanzung des Natur- und Grünflächenamtes und im Winter, die Rodelbahn – nicht so steil wie die im Volkspark Rehberge.

Im Schillerpark
Im Schillerpark

Entlang der Bristolstraße gibt es für die Kleineren Spielplätze und das Planschbecken: eine große, geplasterte, flache Mulde, die bei einer Außentemperatur von 25°C mit Wasser befüllt wird, daneben die einzige Gastronomie im Park.

Noch etwas…….

Auch dieser Park wurde durch ein städtisches Arbeitsbeschaffungsprogramm ermöglicht. Durch seine sehr einfache und funktionale Gestaltung hat man den Eindruck, dass sich dieser Park leichter pflegen lässt als andere innerstädtische Parkanlagen, trotz intensiver Nutzung, besonders in den Sommermonaten.

Autorin: Anne Angres


3 Kommentare
  1. […] viele Weddinger, wenn sie an die beliebte Grünanlage denken. Nach über hundert Jahren hätte der Schillerpark in der Tat wieder eine größere Aufmerksamkeit […]

  2. Aber wie sieht es jetzt aus. Ungepfegt mit abgebrochenen Ästen, Hunde Haufen mit Beutel, Meterhoch mit Brennessel usw.

  3. […] viele Weddinger, wenn sie an die beliebte Grünanlage denken. Nach über hundert Jahren hätte der Schillerpark in der Tat wieder eine größere Aufmerksamkeit […]

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.