Leopoldplatz: Trends aus Kunsthandwerk und Design

Weddinger Kunst- und Kulturmarkt am 26. August

Beim Kulturmarkt schien anfangs die Sonne
Beim Kulturmarkt schien anfangs die Sonne

Dem Aufruf zur Teilnahme am 1. Weddinger Kunst- und Kulturmarkt sind über 70 Kreative gefolgt. Der Markt fand von 11 bis 19 Uhr auf dem Leopoldplatz statt. Das Spektrum des Marktes zeigte alle Trends heutiger Kunstfertigkeit. Dabei kamen viele Designer und Künstler nicht nur aus dem Wedding , sondern aus ganz Berlin.

In der entspannten Atmosphäre des Marktes war es für Besucher ein Leichtes, mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Gesprächsstoff lieferten die vielen schönen Dinge, die unter den einheitlich gestalteten Marktständen anzuschauen waren. Denn zahlreiche Kreative verzaubern mit handgefertigten Schmuckstücken, die kleine Geschichten erzählen. Wieder andere laden Alltagsgegenstände mit neuen Bedeutungen auf –  wie zum Beispiel lustig schauende Kuschelkissen in Erdbeerform, die mit den Betrachtern „kommunizieren“. Natürlich wird es auf dem Kunstmarkt ebenso ausdrucksstarke Malerei geben wie auch Fotografien, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen.
Eberhard Elfert im Gespräch mit einer Künstlerin
Eberhard Elfert im Gespräch mit einer Künstlerin

Die Modemacher, die auf dem Markt vertreten waren, bewiesen vor allem, dass phantasievolle, avantgardistische Kleidung auch im Alltag tragbar ist. Gegen den „Verlust der Kindheit“ schaffen junge Modemacher wieder ihre eigene kindgerechte Mode. Dass aus Materialien, die bereits ausgedient haben, wieder kunstfertige neue Kleider und Accessoires entstehen, beweist, dass manch ein Designer Wert auf nachhaltigen Umgang mit Ressourcen legt. Verschiedene der anwesenden Kunsthandwerker verwandeln alltägliche Papierprodukte in wahre Schmuckstücke. Sogar Verpackungsmüll von Weddinger Straßenrändern erhält ein zweites Leben. Eberhard Elfert und Sabrina Pützer vom Veranstaltungsteam des Kunst- und Kulturmarkts beschreiben die Gemeinsamkeit der Aussteller so: „Ihnen allen ist es wichtig, Unikate zu fertigen, aber auch klassische oder bereits vergessene Handwerke wieder zu entdecken“. Dadurch lässt sich eine Einheit von Idee, Entwurf und Produktion wiederherzustellen.

Intensiver Kontakt zwischen Besuchern und Künstlern

Bunte Textilien von der "Montagehalle"
Bunte Textilien von der „Montagehalle“

Für diejenigen, die mehr über die teilnehmenden Künstler und Designer erfahren wollen, standen die Marktbetreiber bereitwillig Rede und Antwort. Hinter der Präsentation der schönen Dinge auf dem Leopoldplatz steht auch der Wunsch zur Vernetzung der regionalen Kulturwirtschaft.

Wer Neugier und ein wenig Zeit mitbrachte, um sich auf interessante und bezaubernde Künstler und kunstvolle Welten einzulassen, kam auf seine Kosten. Die Organisatoren des Marktes sind jetzt erst recht überzeugt: „So wie  in anderen Teilen der Stadt anspruchsvolle Veranstaltungen zum städtischen Leben dazu gehören, soll es nun auch im Wedding einen regelmäßigen Kunst- und Kulturmarkt geben. Der Leopoldplatz mit seiner historischen Schinkelkirche lädt gerade dazu ein.“

Website der Initiatoren mit Übersicht aller Teilnehmer

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