Am 28. August wurde die Ausstellung mit einer Vernissage in der Schiller-Bibliothek eröffnet.


l.: Eröffnung durch F. Fangmann vom Centre francais (M.), r: Live-Musik von Slipper
Die Bandbreite der Arbeiten, unter denen die Jury auswählen durfte, war wie immer groß: von stimmungsvollen Fotografien über Collagen aus Kinderbildern bis hin zu Pastellkreide-Zeichnungen. Auch die Ideenvielfalt beeindruckt – so wird etwa ein historisches Foto der Kösliner Straße vor die heutige Szenerie gehalten. Viele Facetten des Stadtteils, von den Rehbergen bis zum Gesundbrunnen, spiegeln sich in den Motiven wider.


Die drei Hauptpreise gingen an sehr unterschiedliche Arbeiten. Andaras Hahn (3. Platz) nutzte einen verschneiten Winterabend für eine Fotoserie, die bereits im Weddingweiser vorgestellt wurde: Der Wedding in einem seltenen Wintermoment


Auch Weddingweiser-Fotograf Tilman Vogler überzeugte – mit einem stimmungsvollen Bild der Swinemünder Brücke und des dahinterliegenden Wohnblocks.

Das Siegerbild stammt von Keir Edmonds. Der aus London stammende Künstler, der seit 14 Jahren in Berlin lebt und inzwischen auch im Wedding zuhause ist, malte ein Foto von einem Sonnenuntergang hinter dem S-Bahnhof Wedding in expressiven Farben nach. Auf dem Bild sind auch die Menschen auf dem Bahnsteig zu sehen. „Nicht nur Berlin ist schön, sondern auch die Berliner“, sagte er bei der Vernissage. Edmonds begann erst vor zehn Jahren mit der Malerei, die für ihn zunächst eine Therapie war. Heute nimmt er an Kunst-Events wie:48 Stunden Neukölln teil.



Erstmals Publikumspreis ausgelobt
In diesem Jahr dürfen auch die Besucher:innen ihr Lieblingsbild küren – entweder beim Spaziergang entlang der Müllerstraße oder in der Ausstellung im 1. Obergeschoss der Schiller-Bibliothek. Direkt dort kann auch abgestimmt werden. Es gibt auf dieser Seite bis 9.9., 12 Uhr auch eine Online-Abstimmung. Der Gewinner oder die Gewinnerin des Publikumspreises wird schließlich bei der Sommerkino-Aufführung am 11. September auf dem Leopoldplatz bekanntgegeben.


