Die Julius-Leber-Kaserne, terra incognita.

Nur wenige Bewohner unseres Stadtteils haben in dieses gut einen Quadratkilometer große Stück Wedding schon einmal einen Fuß gesetzt. Und das, obwohl sich darin sogar ein Freibad und ein Hallenbad befinden. Es handelt sich um die Julius-Leber-Kaserne, die größte Kaserne Berlins, einen militärischen Sicherheitsbereich, von einer Mauer mit Stacheldraht umgeben. Wir bringen ein bisschen Licht ins Dunkle.

Der blau-weiß-rote Wedding

Denkmal vor der Kaserne
Denkmal vor der Kaserne

Vor der Kaserne, vor dem großen Tor – viele junge Berlinerinnen standen in den Achtzigerjahren vor der größten Kaserne der Stadt, dem Quartier Napoléon und warteten auf die jungen französischen Wehrpflichtigen, um von hier aus neugierig das Nachtleben der Stadt mit ihrer absurden Insellage zu erkunden. Fini, aus und vorbei. Zwanzig Jahre ist es 2014 her, dass die Franzosen ihre Soldaten aus Berlin abgezogen haben. Was ist aus dieser Zeit geblieben – außer einem erklärungsbedürftigen Denkmal vor der Kaserne?