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Foto: Thomas Rafalczyk

Gewinner der Kategorie "Innovation":
„Weddingweiser-App“ gewinnt den 1. Lokaljournalismus-Preis Berlin-Brandenburg

Wir haben tatsächlich gewonnen, genauer gesagt: die Weddingweiser-App! Bei der Premiere des Lokaljournalismus-Preises Berlin-Brandenburg „Stadt – Land – im Fluss“ im Palais der Kulturbrauerei hat der Weddingweiser in der Kategorie „Innovation“ gegen den Tagesspiegel gewonnen, der gleich mit drei Formaten nominiert war.

Dankesrede von Samuel Orsenne bei der Verleihung des 1. Lokaljournalismus-Preises der Medienanstat Berlin-Brandenburg. (im Bild, v.l.n.r.: Joachim Faust, Samuel Orsenne, Rike Lange), Foto: Thomas Rafalczyk

„Der Lokaljournalismuspreis Stadt_Land im Fluss, vergeben von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg in Kooperation mit dem Medieninnovationszentrum Babelsberg, macht herausragende lokaljournalistische Arbeit in Berlin und Brandenburg sichtbar, honoriert Journalist:innen und Medienanbieter:innen und hebt die Bedeutung lokaler Medien für ein pluralistisches Miteinander hervor.“

Ausgezeichnet wurden Projekte, die mit frischen, innovativen Ansätzen lokale Berichterstattung neu denken: etwa durch digitale Tools, neue Storytelling-Formate, technische Entwicklungen oder smarte Workflows für Redaktionen. Wir bedanken uns herzlich für den mit 5.000 € dotierten Preis, der von den Ländern Berlin und Brandenburg gestiftet wurde. Hier die anderen Berliner Gewinner*innen:

Danke an die Jury!

Ein besonderer Dank gilt der Jury, die unsere Arbeit gesehen und ausgezeichnet hat. Mit Marco Maas (Datenjournalismus-Pionier und Gründer der „Datenfreunde“), Dr. Jan Georg Plavec (Leiter des Datenjournalismus-Teams der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten), Jade-Yasmin Tänzler (rbb24, spezialisiert auf digitale Innovationen im Lokalen) und Eva Wolfangel (preisgekrönte Journalistin mit Schwerpunkt Zukunftstechnologien) war das Gremium hochkarätig besetzt. Ihre Expertise für Innovation, Digitalisierung und lokales Storytelling zeigt uns, dass wir mit unseren Ideen auf dem richtigen Weg sind. Liebe geht raus!

Warum wir auch glauben, dass der Preis verdient ist

Gründer Joachim Faust hatte sich eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Nach 14 Jahren Weddingweiser-Führung bezeichnet er sich immer noch gern als „Amateur“ – ein typisches Understatement, das dieser Preis jetzt widerlegen dürfte. In der Laudatio von Medienrat Stephan Goericke wurde vor allem die kontinuierlich hohe Qualität hervorgehoben, mit der der Weddingweiser seit Jahren ehrenamtlich arbeitet. Immerhin erscheinen bis zu zehn neue Artikel pro Woche. Das sorgt für Aktualität, Relevanz und eine treue Leserschaft. Danke euch dafür! Für eine nicht-kommerzielle Redaktion ist das alles andere als selbstverständlich.

Foto: Thomas Rafalczyk

Klar, das können auch andere! Warum aber der Weddingweiser den Preis für Innovation gewonnen hat, liegt sicher auch an der Infrastruktur, die Samuel Orsenne im Hintergrund ermöglicht. Dessen technisches Tüftler-Herz trägt manchmal im Alleingang Joachims Grundgedanken weiter, „die Community mitzudenken“. Fragt man Joachim, was sein Ansporn war, den Weddingweiser zu gründen, ist das immer einer der ersten Sätze, die fallen und die man ihm spürbar glaubt.

Diese Haltung sorgt dann manchmal für Überraschungen – wie eine kostenlose App, mit der Samuel eines Tages plötzlich „um die Ecke kam“. Visionen haben ist das eine – jemanden im Team zu haben, der sie umsetzt, ist wirklich preiswürdig. Deshalb war für uns sofort klar: Die App, entstanden aus reiner Freude an der Sache, gehört für diesen Preis eingereicht.

Die Weddingweiser-Crew mit dem Preis, Foto: Thomas Rafalczyk

„Wir“ – das sind neben Joachim auch Andaras Hahn (Fotograf, Social-Media-Manager, Grafiker, Meme-Experte und Hochleistungs-Co-Creator) und ich, Rike Lange, ehrenamtliche Redakteurin für Kunst, Kultur und Transformation. Natürlich gehören noch viel mehr Menschen zum Team, vielen Dank an der Stelle besonders an Rolf Fischer, Renate Straetling und Viktoria Eckert.

Warum wir das tun? Aus Liebe zum Wedding, zum Schreiben und zu den echten Geschichten vor der Haustür.


Der Sieger wird von der Jury gewürdigt für sein niedrigschwelliges, partizipatives und gestalterisch zeitgemäßes Angebot im Bereich der lokalen Berichterstattung. Das Projekt zeigt, dass lokale Medienangebote modern und bürgernah zugleich sein können. Beispielhaft sei der gesellschaftliche und lokale Mehrwert sowie die Bürgerteilhabe im digitalen Raum. Das Siegerprojekt ist eine kostenlose App, welche lokale Inhalte bündelt und zwar in einem nutzerfreundlichen und smartphonegerechten Format. Es bietet den einfachen Zugang zu aktuellen lokalen Informationen und Events im Kiez und vereint Veranstaltungskalender sowie Kartenfunktion.

Begründung der Jury

Was passiert mit dem Preisgeld?

Fehlt noch eine Sache: Der Weddingweiser möchte das Preisgeld einerseits in die Entwicklung eines neuen Formats investieren, um euch noch besser zu informieren. Außerdem soll ein Teil an ein gemeinnütziges Projekt im Wedding gespendet werden.


👉 Macht uns Vorschläge: Welche Organisation oder welches Projekt im Kiez sollten wir unterstützen?

Schreibt uns bis zum 30.11.25 an: [email protected]

Die preisgekrönte App könnt ihr im Apple Store oder im Play Store herunterladen.

Rike Lange

Rike Lange

Rike Lange ist freie Creative Producerin und Autorin. Sie lebt seit 10 Jahren im Wedding und interessiert sich für Transformation, Kunst & Kultur im Kiez.

8 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Morjen

    na dann sach ick mal … Jlückwunsch un allet Jute der jesamten weisen Weddinger Radaktion
    weiter so !!!

    vernieseltes Regenwochenende

  2. @blog Chapeau!

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