Schiller-Oase: Der Grill macht’s

Gastronomie kennt der Schillerpark erst seit wenigen Jahren – und doch kommt es einem vor, als ob es die „Schiller-Oase“ schon immer gegeben hätte. In der Nordostecke des hundertjährigen Parks wurde aus dem Jugendstil-Toilettenhäuschen ein Mini-Restaurant. Masoud Nayeb ist so etwas wie die gute Seele der einzigen Gaststätte weit und breit. Der rührige Vollblut-Gastronom hat Wurzeln in Norditalien und im Iran – eine Mischung, die gut in den multikulturellen Wedding passt.

Halbherzige Lösung für Fußgänger um Schillerpark

AKTUALISIERT AUGUST 2016: Im SchillerparkEin Ärgernis seit seiner Eröffnung im Jahr 1913: der Schillerpark ist durch die Barfusstraße in zwei Hälften geteilt. Für Parkbesucher bedeutet dies, dass sie bei einem Spaziergang vom Nord- in den Südteil – und umgekehrt – eine Straße mit Auto- und Busverkehr überqueren müssen. Das wird in Zukunft ungefährlicher für die Fußgänger werden. Zu verdanken ist dies unserem Leser Daniel. Er hat sich deshalb an den Bezirksbürgermeister, die Fraktionen in der BVV, den RBB und die Lokalzeitungen gewandt. Das Ergebnis ist nur eine halbherzige Lösung, dennoch ist das Engagement des Anwohners vorbildlich. „Ich bin überzeugt, dass der Schillerpark endlich eine Lobby verdient hat. Zu Unrecht fristet er ein Dasein am Rande von Mitte“, findet Daniel.

Der Schillerpark

Wie alles begann…….

Wie im benachbarten Gebiet des Volksparks Rehberge gab es eine Dünenlandschaft und Flugsandbelastung. 1898 lagen die ersten Pläne vor, die eine Bepflanzung dieses Areals vorsahen. Die Bevölkerung im Norden Berlins war stark angewachsen und brauchte Erholungsstätten – „wat Jrünet“. 1903 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Entschluss den Plan zu realisieren. Erst bekam der Park 1905 einem Namen. Anlass war der 100. Todestages von Friedrich von Schiller. 1907 wurde erst einmal der Wettbewerb zur Gestaltung des Schillerparks ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann der junge Magdeburger Gartenbauarchitekt Friedrich Bauer. 1909 konnte es dann losgehen. Der Festakt begann mit der Pflanzung der Schiller-Eiche in der Nähe der Barfusstraße. Diese Schiller-Eiche wurde eigens aus Schillers Geburtsort Marbach geholt und ist noch heute im nördlichen Parkteil zu besichtigen. 1910 konnte bereits der nördliche Teil des Parkes der Öffentlichkeit übergeben werden.