PLÖTZE-Festspiele: Kunst am Strand

PLÖTZE, die Fest­spie­le am Plöt­zen­see ver­ei­nen vom 31. Juli bis zum 8. August  ver­schie­dens­te Küns­te im Strand­bad Plöt­zen­see. Neben einem extra für die Fest­spie­le geschrie­be­nen Thea­ter­stück, wel­ches im Rah­men der Fest­spie­le sei­ne Pre­mie­re fei­ern wird, sind alle ein­ge­la­den: zu Lesun­gen, Per­for­man­ces, Film­vor­füh­run­gen, Hea­rings, so wie einer extra für die Ört­lich­keit kon­zi­pier­ten Open Air-Austel­lung. Es gel­ten die Hygie­ne- und Abstands­be­stim­mun­gen des Strand­bads Plötzensee.

Theaterschwank “Zum Späti an der Plötze”

Frei­bä­der sind im abso­lut bes­ten Sin­ne austauschbar.Tauschbar wenn nur durch ande­re städ­ti­sche Bäder in jeder belie­bi­gen Stadt, Grö­ße egal. Ich mei­ne damit: Das Prin­zen­bad könn­te auch das Frei­bad Moll­beck in Reck­ling­hau­sen sein. Sie sind unüber­schreib­bar und gleich­zei­tig schreibt sich bei jedem Besuch ein loses und doch recht vor­zeig­ba­res Por­trät jenes Bezirks,in dem das Bad abge­zäunt Frei­zeit her­stellt. Sogar mit Daseins­vor­sor­ge­auf­trag, sie­gel­ten als Grund­ver­sor­gung der Men­schen in der Stadt. Mit ihren nicht reflek­tie­ren­den, im Som­mer zu hei­ßen Stei­nen, Mayon­nai­se­fle­cken, küh­lem hel­len Was­ser und Lie­ge­wie­sen schaf­fen sie es so zu blei­ben, wie sie sind, völ­lig unge­rührt von sämt­li­chen städ­ti­schen Ver­än­de­run­gen, die sie umge­ben. Es sind Frei­zeit­stät­ten, sach­li­che Frei­zeitor­te, die immer funk­tio­nie­ren, uto­pi­sche Orte, wenn man denn will (Aber­wir­mö­gen­keineU­to­pien!).

ZUM SPÄTI AN DER PLÖTZE ist eine Stück­ent­wick­lung, die sich mit dem Strand­bad als Pro­jek­ti­ons­flä­che für Urba­nen Lebens­raum aus­ein­an­der­setzt, der Fra­ge nach (halb)öffentlichen Räu­men in unse­rer Stadt und ganz neben­bei auch die Rei­se einer durs­ti­gen Meu­te zu sich (selbst).

Open-Air-Ausstellung FICO DI AMALFI

Ein Open-Air-Site-Spe­ci­fic-Park­our-d’Art im Strand­bad. Der See, der Strand, die Abstands­reg­ler und Außen­du­schen, wie auch Lie­ge­wie­sen und Spiel­fel­der wer­den für den Zeit­raum vom 31.7 – 8.8.2020 zum Schau­platz von Skulp­tur, Foto, Per­for­mance, Video und Male­rei. Frei­zeitor­te wer­den Kulis­se und die­nen als Dia­log­part­ner für zeit­ge­nös­si­sche Arbei­ten von 23 in Ber­lin leben­den Künstler:innen. Das Kon­zept Rei­sen, als Motiv für Mobi­li­tät und Urlaub, bil­det den Aus­gangs­punkt für ​Fico diAmalfi​ und dient als Grund­la­ge für die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Strand­bad als sol­chen. Das Strand­bad wird zur sozia­len Plas­tik. Urlaub wird neu gedacht, gemacht und anders erlebt. Das Fern­weh in Zei­ten ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät, und der neue Blick auf alt­be­kann­tes, kul­mi­nie­ren in der Anti­the­se des White Cubes.​​​ Fico di Amalfi​ ist eine Erin­ne­rung an ver­gan­ge­ne Som­mer und die Trans­for­ma­ti­on einer Ber­li­ner Institution..

Programm


Zum Spä­ti an der Plöt­ze – Ein Schwank
Theater
Pre­mie­re 01. August 2020
Wei­te­re Vor­stel­lun­gen 02. | 03. | 04. | 06. | 08. August 2020
jeweils 19.30 Uhr

Fico di Amalfi
Open-Air-Site-Specific-Parkour‑d’Art
Ver­nis­sa­ge 31. Juli 2020, ab 17.00 Uhr
Aus­stel­lung bis 08. August 2020
Mo – Fr, 17.00 – 21.00 Uhr
Sa – So, 15.00 – 21.00 Uhr

Lesun­gen, prä­sen­tiert vom Kor­bi­ni­an Verlag
04. August 2020, 18.00 Uhr: Char­lot­te Krafft
05. August 2020, 19.30 Uhr: Mari­us Goldhorn
07. August 2020, 18.00 Uhr: Kevin Kem­ter

Film­vor­füh­run­gen
06. August, 21.00 Uhr: The Kids Are Not Alright (Max Rüting, Jacob Bau­ern­feind, 2019)
07. August 2020, 20.15 Uhr: Cine­ma + Con­text prä­sen­tiert Born in Fla­mes (Liz­zie Bor­don, 1983)

Strand­bad-Ein­tritt ist inklusive.

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