Und es hat Zoom gemacht… – Brauseboys-Livestream am Donnerstag (28.5.)

Und es hat Zoom gemacht (von Heiko Werning)

Das zweitägige Jungunternehmer-Seminar in einem Veranstaltungszentrum in der flirrenden Metropole Bargteheide bei Hamburg muss leider ausfallen. Oooooh, so schade! Und zwar, so das Absageschreiben: „Aufgrund der aktuellen Umstände“. „Aufgrund der aktuellen Situation“ ist, neben dem geradezu viralen „Bleiben Sie gesund“, die neue Sprachformel der Corona-Krise. Selbst in Anführungszeichen gesetzt meldet Google mehr als sieben Millionen Suchergebnisse für diese Formulierung.

Unterstützt die Gewerbetreibenden auf der Müllerstraße

Ob und wie sich die Geschäfte und Cafés wieder von der Krise erholen können, hängt nicht nur vom Durchhaltewillen der Betreiberinnen und Betreiber ab. Auch wir als Kunden können überlegen, wie wir diese Läden unterstützen – sei es, indem wir auf Käufe bei Internet-Giganten verzichten oder indem wir Essen vor Ort abholen. Nun gibt es speziell für die Müllerstraße und Umgebung eine weitere Online-Karte und einen Flyer. So unterstützt ihr:

Nur eine Träne für Tegel

(C) Steno Rt Kaluba

UPDATE 20.5.20 Vogelgezwitscher kann ganz schön laut sein. Manche Bewohnerinnen und Bewohner des Afrikanischen, des Englischen Viertels und des Soldiner Kiezes wissen das erst seit Corona. Zuvor sorgte, je nach Windrichtung, Fluglärm des nahen Flughafens Tegel (TXL) für eine ständige Geräuschkulisse. Im Jahr 2018 startete oder landete in Tegel zwischen 6 und 23 Uhr durchschnittlich alle zwei Minuten ein Flugzeug – pro Jahr wurden so 22 Millionen Fluggäste abgefertigt. Nun ist wegen der Covid-19-Pandemie der Flugverkehr praktisch zum Erliegen gekommen – jedenfalls wird der Flughafen Tegel, der eigentlich erst Ende Oktober schließen sollte, schon ab 15. Juni ganz offiziell den Flugbetrieb einstellen. Ob Tegel bis zur Eröffnung des neuen Flughafens BER überhaupt noch einmal an den Start geht, steht in den Sternen. Als Würdigung dieses in Berlin geliebten und zugleich bei Anrainern so verhassten Flughafens haben wir für euch noch ein paar Fun Facts. Und bei aller Freude über die Ruhe in der Luft: Eine Träne für Tegel verdrücken ist okay.

Neuer Nachbar Ecosia

Ecosia
Génica Schäfgen von Ecosia im neuen Büro in der Gerichtstraße. Foto: Andrei Schnell

15.05.2020 Die grüne Internet- Suchmaschine Ecosia ist im Februar in die Gerichtstraße 23 gezogen. Nun baut das Unternehmen, das mit seinen Gewinnen weltweit Bäume pflanzt, rund 1.000 Quadratmeter Bürofläche um. Die Hälfte der Fläche in der vierten Etage ist bereits geschafft. „Wir können beim Ausbau unsere Vorstellungen einbringen“, sagt Génica Schäfgen. Die 27-jähirge ist Head of Germany Ecosia und damit zuständig für Presse und Marketing.

Zeitung verschenkt Anzeigen für Gewerbetreibende

So könnten die Anzeigen aussehenDas Team der „Weddinger Allgemeinen Zeitung“ um den im Kiez aufgewachsenen Verleger Tomislav Bucec hilft lokalen Unternehmen, nach “Corona” wieder durchzustarten: “Wer wegen der Krise schließen musste oder einen Umsatzeinbruch verzeichnet, kann von unserer ‘WEZ-Soforthilfe’ profitieren. Damit wollen wir ein unbürokratisches, schnelles und effektives Angebot machen”, teilt Tomislav Bucec mit. Mithilfe eines kostenlosen Anzeigeneintrags in der Zeitung erfahren Kundinnen und Kunden auf einen Blick, wer im Bezirk wo und ab wann wieder für sie da ist. Geplanter Veröffentlichungstermin ist die kommende Ausgabe 06/20 am 29. Mai 2020.

11 Dinge, die jetzt wieder gehen

Karstadt Müllerstraße. Foto: D_Kori
Karstadt Müllerstraße. Foto: D_Kori

Die Kontaktbeschränkungen gelten vorerst noch bis zum 5. Juni, doch einige Lockerungen führen auch bei uns im Wedding zu Veränderungen. Wir haben die wichtigsten Regeln noch einmal kurz für euch zusammengefasst. Sie gelten spätestens ab Montag, 11. Mai. Bitte nehmt die aktuellen Maßnahmen weiterhin ernst, auch wenn sich jetzt wieder einige Türen vorsichtig öffnen.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Auch wenn das Unkraut im Sandkasten sprießt: Die Spielplätze im Wedding sind seit letzter Woche wieder geöffnet. Natürlich nur, wenn sich alle Kinder an den Mindestabstand halten. Und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften gibt es jetzt eine Maskenpflicht. Beobachtungen zufolge führt das dazu, dass sich viele in falscher Sicherheit wähnen und nicht mehr auf Abstand zum Vordermann oder zur Vorderfrau gehen.

Warum die Müllerstraße eine Radspur bekommt

Ganz ohne Radinfrastruktur…

Eine besonders wertvolle Ressource in der Stadt ist Platz. Jeder, der sich im Auto, auf dem Fahrrad oder als Fußgänger auf den Straßen und Gehwegen bewegt, weiß, dass darum immer wieder gekämpft wird. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dem platzraubendsten Verkehrsmittel die höchste Priorität eingeräumt, nämlich dem motorisierten Individualverkehr. An der Müllerstraße wird sich das ändern: Eine temporäre Radspur kommt.