Lesung über das Spiel der Rechten

Plakat Lesung
Plakat zur Lesung mit Per Leo „Mit Rechten reden“. Grafik: Andrei Schnell

Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn haben 2017 einen Spiegel-Bestseller geschrieben: „Mit Rechten reden – Ein Leitfaden“. Am 27. November um 19 Uhr kommt einer der drei, Per Leo, ins Brunnenviertel ins Familienzentrum Wattstraße 16, um aus dem Buch zu lesen und mit den Zuhörern zu diskutieren. Grundgedanke des Buches ist, dass die Rechten ein Spiel treiben. Wie das gemeint ist, wird bei der Lesung verraten. Anschließend ist Zeit für Diskussion.

Bewusst legen die Autoren mit dem Untertitel „Ein Leitfaden“ eine falsche Fährte. Denn wer bei Leitfaden an einen Ratgeber denkt, der hat den falschen Abzweig genommen. Das Buch verrät keine geheimen Tricks, wie man beim Diskutieren sicher gewinnt. Leitfaden ist viel mehr gemeint als ein Grundgedanke, der hilft, sich zu orientieren im Labyrinth des Redens mit Rechten. Die Autoren glauben, dass die Rechten mit der Öffentlichkeit spielen. Wie die Regeln dieses Spiels der Provokationen lauten, ist zum Beispiel im YouTube-Kanal des selbsternannten Volkslehrers  zu sehen. Der Mann war einige Zeit Lehrer an einer Weddinger Schule.

Über Per Leo

Per Leo
Per Leo bereitet sich auf eine Lesung vor. Foto: Andrei Schnell

Per Leo ist Schriftsteller und Historiker. Sein Roman Flut und Boden schaffte es 2014 auf die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. Es handelt von seinem Großvater, der SS-Sturmbannführer im Rasse- und Siedlungshauptamt war. Als Historiker beschäftigte er sich in seiner Doktorarbeit „Charakterologisches Denken, Judenfeindschaft und Graphologie“ mit der Weltanschauung des deutschen Bildungsbürgertums von 1900 bis 1940.

In Mit Rechten reden verbindet sich die Lust an komplexen theoretischen Zusammenhängen mit der Lust am Fabulieren. So hat Per Leo „mythologische“ Erzählungen eingeflochten. Diese Einschübe, als Insiderinformationen eines Rechten verpackt, sollen zeigen, was auf den umgebenden Buchseiten erklärt wird.

Per Leo wird am Dienstag, 27. November, ab 19 Uhr vorlesen und bringt auch Zeit mit, anschließend ausführlich mit den Gästen zu diskutieren.

Die Lesung im Familienzentrum Wattstraße 16 ist eine Idee des Brunnenviertel e.V. und wurde auf Wunsch des Fördergebers  von Andrei Schnell privat organisiert. Andrei Schnell gehört dem ehrenamtlichen Redaktionsteam des Weddingweisers an. Der Eintritt ist frei, da die Lesung über den Aktionsfonds des Quartiersmanagements Ackerstraße finanziert wird.

Autorenfoto Andrei SchnellAndrei Schnell organisiert eine Lesung mit Per Leo

 

 


1 Kommentar
  1. Ein sehr interessantes Thema, das du uns hier vorstellst, Andrei. Es ist schade, dass ich am nächsten Dienstag einen Workshop halte und so nicht zur Lesung kommen kann.

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