Schmiedeckes Wedding – in alten Ansichten

Buchcover
Vor- und Rückseite des neuesten Wedding-Foto-Buches von Ralf Schmiedecke. Grafik: Sutton Verlag.

Ralf Schmiedeckes An-Sammlung von historischen Fotos und Postkarten (nicht nur) vom Wedding ist mittlerweile beachtlich. Sie ist so groß, dass er nun – für den Weihnachtsmann und seine Kollegen gerade noch rechtzeitig – sein viertes Buch mit alten Ansichten vom Wedding drucken lässt. Am 14. November stellt er es in der Thalia-Buchhandlung bei einer Signierstunde im Gesundbrunnen Center vor. Wir durften schon vorab schmulen.

Wer Ralf Schmiedecke bei einem seiner Vorträge bereits erlebt hat, der weiß, dass der Sammler alte Fotos penibel unter die Lupe nimmt. Seine Zuhörer weist er dann auf so manches Detail hin, die eilige Betrachter glatt übersehen hätten. Auch in seinen Büchern stößt er seine Leser in kleinen Begleittexten mit der bildlichen Nase auf die eine oder andere Besonderheit. In „Berlin-Weding. Eine Zeitreise in Bildern“ fügt er wieder jedem Foto nicht nur eine präzise Verortung mit Hausnummer bei, sondern hat oft auch eine kleine zusätzliche Randbemerkung übrig.

In seinem jetzt vierten Buch mit alten Ansichten vom Wedding folgt er nicht einer chronologischen Abfolge, sondern geht Stadtteil für Stadtteil vor. Natürlich nicht vollständig. Dabei scheint der Name Brunnenviertel mittlerweile so etabliert zu sein, dass sogar Ralf Schmiedecke vom „alten Brunnenviertel“ spricht. In seinem ersten Fotobuch nannte er das Gebiet rund um die Brunnen- und vor allem die Ackerstraße noch beim alten Namen: der „tiefe Wedding“. Tief bedeutete früher: unten auf der Landkarte. Tief bedeutet heute mittemang – also die Gegend um den Leo. Beim Alten belässt er es dagegen bei der Bezeichnung Hühnerberge. Früher war eben nicht alles unlustig.

Wer ist Ralf Schmiedecke?

Ralf Schmiedecke
Sammler Ralf Schmiedecke – Foto: Andrei Schnell

Der Sammler Ralf Schmiedecke ist Urberliner – 1963 wurde er im damaligen Bezirk Wedding geboren. Gelernt hat er den nicht mehr angebotenen Beruf des Konfektmachers. Heute heißt dieser Job Fachkraft für Süßwarentechnik wie das Arbeitsamt weiß. Von der süßen Verführung wechselte er zur Abteilung Restmüll; das heißt: er arbeitete als Ausbilder und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Berliner Stadtreinigung.

Leidenschaftlich und gern hält Ralf Schmiedecke Vorträge und zeigt dabei Fundstücke aus seiner Sammlung. Diese erweitert er kontinuierlich auf Flohmärkten. Wer selbst bei Postkartenhändlern stöbert, der bemerkt, dass manche von Ralf Schmiedeckes Stücke echte Funde sind. Außerdem ist bei den Vorträgen ein Mann zu erleben, der trotz aller Sammelwut seinen staubfreien Humor bewahrt hat.

Was man wissen sollte

Am 14. November von 16 bis 18 Uhr signiert Ralf Schmiedecke sein neuestes Buch in der Thalia-Buchhandlung im Gesundbrunnen Center, Badstraße 4.

„Berlin-Wedding. Eine Zeitreise in alten Bildern“ erschien am 25. Oktober im Sutton Verlag. 128 Seiten mit rund 170 Fotos. Abbildungen. Preis: 19,99 (auf den Cent genau).

Hier geht es zur Bewerbung des Buches durch den herausgebenden Sutton-Verlag: Berlin-Wedding

Weitere Bücher mit historischen Weddingaufnahmen von Ralf Schmiedecke sind: „Wedding – Mitten in Berlin“ von 2001, „Berlin-Wedding. Neue Bilder aus alter Zeit“ von 2005 und „Streifzüge durch Berlin-Wedding“ von 2008. Alle sind im Sutton Verlag erschienen. Außerdem hat er Fotobücher über Spandau, Reinickendorf oder Friedrichshain veröffentlicht.

Autorenfoto Andrei Schnell


Andrei Schnell freut sich über Ralf Schmiedeckes neueste Einblicke in seine Fotosammlung.


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