Mehr Digitalisierung für die Müllerstraße?

Berlin - Wedding - Muellerstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Müllerstraße offline. Foto: Susanne Haun

Brauchen die Händler in der Müllerstraße eigene Internetseiten? Sollten sie in den sozialen Medien präsenter sein, um ihre Kunden besser zu erreichen? Die Standtortgemeinschaft Müllerstraße beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Digitalisierung. Neben dem monatlichen Händlerfrühstück ist jetzt ein erster Workshop geplant. Händler, aber auch interessierte Kunden sind dazu eingeladen.

Die Standortgemeinschaft Müllerstraße

Obwohl die Müllerstraße schon 2009 in das Städteförderprogramm Aktive Stadtzentren vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat aufgenommen wurde, ist die Standortgemeinschaft Müllerstraße e.V. für viele Weddinger und Weddingerinnen noch ein unbeschriebenes Blatt Papier. Aufgrund des Förderprogramms hat der Verein sehr gute Voraussetzungen an der Entwicklung der Müllerstraße mitzuwirken und sie zu gestalten. Für dieses Jahr hat sie sich die Digitalisierung als Jahresthema ausgesucht.

In der Standortgemeinschaft sind Vereinsmitglieder der verschiedensten Branchen vertreten, die die Müllerstraße prägen: Händler, Dienstleister, Handwerker, Freiberufler, Hausbesitzer, interessierte Anwohner und natürlich dürfen auch – wie es typisch ist für Berlin – Kreativberufe nicht fehlen. Gemeinsam ist dieser bunten Gemeinschaft das Interesse, die Müllerstraße mitzugestalten und zu einem interessanten und beliebten Ort für Weddinger beziehungsweise Berliner zu gestalten.

Berlin - Wedding - Muellerstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Die Müllerstraße. Viele Händler haben sich zu einer Standortgemeinschaft zusammengeschlossen. Foto: Susanne Haun

Das Händlerfrühstück

Am ersten Mittwoch im Monat findet zu früher Stunde das Händlerfrühstück bei verschiedenen Gastgeber statt. Die Gastgeber dieses Jahres bewirteten den Verein und seine Gäste im Mercatino, im Atelier der Künstlerin Susanne Haun, im Centre Français und im Kino Alhambra. Schon um 7.30 Uhr früh findet in lockerer Runde ein Austausch an Ideen und Vorschlägen statt. Informationen fließen und gegenseitige Hilfe wird gegeben. Es ist ein gemütliches Kennenlernen. Die frühe Stunde ermöglicht es den Teilnehmern, danach ihre Geschäfte pünktlich zu öffnen. Das nächste Händlerfrühstück findet am 2. Mai im Café Tara, Müllerstraße 113 A statt. Gäste, die sich einen Eindruck von der Arbeit des Vereins machen wollen, sind willkommen. Weitere Informationen werden sind auf der Seite der Müllerstraßen-Standortgemeinschaft in der Rubrik Händlerfrühstück zu erfahren.

Workshop-Reihe zur Digitalisierung

Das große Schlagwort lautet in diesem Jahr Digitalisierung. Die Welt wird immer digitaler – das verändert Konsumverhalten, Kommunikation und Arbeitswelt. Die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen müssen ihr Angebot entsprechend überdenken und anpassen. Im Rahmen einer Workshop-Reihe bietet die Standortgemeinschaft Informationen, Tipps und Tricks zum Thema Digitalisierung an.

Der erste Workshop beschäftigt sich mit der Frage „Brauche ich als Händler /Gewerbetreibender in der Müllerstraße wirklich eine eigene Internetpräsenz oder finden meine Kundinnen und Kunden auch so den Weg zu mir?“ Dabei werden die Möglichkeiten und der Nutzen einer eigenen Internetpräsenz, von Blogs, Facebook, Twitter, Instagram und Xing vorgestellt. Mitglieder der Standortgemeinschaft und interessierte Gäste sind zu diesem Workshop am 23. April um 19 Uhr ins Centre Français de Berlin, Müllerstraße 74, eingeladen. Um eine formlose Anmeldung wird bis zum 18. April per E-Mail unter d.yasar@planergemeinschaft.de gebeten.

Weitere Veranstaltungen zum Thema sind geplant. Aktuelle Informationen dazu und zur Standortgemeinschaft Müllerstraße sind unter diesem Link zu finden: http://www.muellerstrasse-aktiv.de/

Über Digitalisierung

Zum Schluss noch einen kleinen Hinweis zum Begriff der Digitalisierung: Die Digitalisierung wurde ursprünglich in den 60 Jahren geprägt und bedeutet zuerst nichts anderes als das Umwandeln von Werten (Daten) in digitale Formate. So wurden vor nunmehr fast 60 Jahre zum Beispiel Daten wie Umsatz- oder Warenaufstellungen in Codes auf Lochkarten gestanzt und konnten so in Großrechnern verarbeitet und ausgewertet werden. Was früher ganze Hallen (Rechenzentren) füllte, steckt heute in einem einzigen Smartphone – die Technik hat enorme Fortschritte gemacht. Jetzt kommt es darauf an, diese auch durch intelligenten Einsatz immer besser zu nutzen.

Susanne Haun studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2002 ist sie als Bildende Künstlerin und Autorin in Berlin aktiv. Von 1993-2005 arbeitete sie als Systemanalytikerin und Entwicklerin für verschiedene ARD Sendeanstalten. Als Autorin veröffentlicht sie seit März 2009 täglich Beiträge zur eigenen Kunst und Kunstgeschichte in ihrem Blog www.susannehaun.com und interagiert dort sowie auf weiteren Social Media Plattformen mit über 12.000 Follower. Zudem unterhält Susanne Haun einen Kunstsalon in ihrem Atelier. Hier werden regelmäßig aktuelle Themen zur Kunst von geladenen Gästen referiert und diskutiert.

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