Weddingmelder-Wochenschau #5/18

Hund
Der tut nichts, der muss nicht an die Leine. Foto: Weddingweiser

Guten Morgen Wedding, schon Gassi gegangen? Wer ein braves Hundchen hat, der braucht sich vom besten Freund auch nicht an die Leine nehmen zu lassen. Denn das Gesetz zum Leinenzwang gilt nur für die Bad Dogs. Wauwauchen, die drei Jahre lang „ohne amtlich registrierte Zwischenfälle gehalten wurden“ (Tagesspiegel) dürfen weiterhin an die lange Leine. So wie Kinder eben: „Komm, wir gehen nach Hause, komm, kommst Du wohl, KOOOMMMMMMM, ich zähle sonst bis EineMillionSiebenhundertausenddrei!!!!!!“ Was sonst noch so gebellt wurde in letzter Woche, steht im Weddingmelder.

Die Kiezbar Maluma Dreams ist nach 17 Jahren Geschichte, und in dieser Woche organisierte der frühere Wirt gemeinsam mit stadtpolitischen Aktivisten einen Fototermin in der Torfstraße. Die Verdrängung eines langjährigen Mieters ist bedauerlich. Doch der Fall ist gerichtlich geklärt, die Bar längst geschlossen. Und, wie uns Leser Carsten informierte, ist am Standort des Maluma Dreams bereits ein Nachfolger am Start (siehe Foto).

Außenspiegel

#1 Wie eine treue Seele möchte Baustadtrat Ephraim Gothe wirken. Wenn Künstler weinen, ist er sofort bei Fuß und verpasst Vermietern Maulkörbe. Natürlich nur soweit dies rechtlich möglich ist. In der Koloniestraße 10 soll erreicht werden, dass die Kündigung von Ateliers in Remisen zurückgenommen wird. Am 24. November gab es ein Treffen mit dem Vermieter, wie Gothe den anderen Stadträten unter der Überschrifit „Wir bleiben alle! Remisen und deren Nutzung in der Koloniestraße 10 sichern!“ am 30. Januar berichtete.

#2 Nicht ohne meinen Hund. So lautet die Lektion eins für die Wachschützer vom Bahnhof Gesundbrunnen. Sie haben jetzt eine 24/7 Wache (für frankophile, man spricht diesen Zahlensalat so aus: „twenty four seven“). Wenn der Blutdruck bei den Männern in dunkelblau sinkt, können sie sich einen kleinen Schwarzen beim rund um die Uhr geöffneten McDonald’s holen. Wie die kleinen schwarzen unniedlichen Vierbeiner 24 Stunden durchhalten werden, wurde nicht mitgeteilt. Und hält die Bahnhofswache nicht wenigstens hin und wieder ein Mittagsschläfchen? Tagesspiegel. Berliner Woche. rbb24.

#3 So, jetzt gehts mal nicht ums Lekkerli für Hündli, sondern für Frauchen und Herrchen. Die müssen nämlich künftig auf die Sesamkringel vom Simit Evi neben der Schillerbibliothek verzichten. Bislang haben nicht mal 500 Leute bei change.org für den Erhalt dieses Weddinger Freßnapfes unterschrieben. Kein Wunder, dass der Bezirk dann auch keine 600.000 Euro locker macht. Tja, Weddinger, ohne Biss eben keine Bissen.

#4 Auf den Hund gekommen sind LIDL und ALDI. Bei Preisen gaben Discounter den harten Hund. Werden sie als Vermieter zum Kuschelpudel? Die Zukunft wird es zeigen. Erst einmal wollen  LIDL und  ALDI aufstocken und auf einigen Flachbauten eine zweite oder dritte Etage draufsetzen.

Innenspiegel

Darüber berichtete die ehrenamtliche Redaktion des Weddingweisers

Ab 1. Februar gilt theoretisch die Leinenpflicht. Wir haben nichts gegen Hunde, wenn sie an der Leine geführt werden. Auch die Mehrheit der Befragten einer Leserumfrage auf der Weddingweiser Pinnwand sieht das so, allerdings mit der Einschränkung, dass es im Gegenzug mehr Hundesauslaufmöglichkeiten geben muss, nicht nur am Rand weniger Parks.

Die Bewohnerinnen und Bewohner weiterer Kieze im Wedding und in Gesundbrunnen können damit rechnen, dass ihr Wohngebiet Milieuschutz bekommt. Was das heißt und welche Kieze betroffen sind, steht hier.

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Schau an

Da war doch noch…. die Straßenumbenennung im Afrikanischen Viertel! Auf eine Twitter-Anfrage eines Journalisten antwortete das BVV-Mitglied Alexander Freitag: „Die Fraktionen haben letzte Woche ihre Namensvorschläge (basierend auf den Namen aus der Bürgerbeteiligung) eingereicht. Ca. zum 01.03. wird es eine Veranstaltung dazu geben.“


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