Temporary Room: Raum auf Zeit für Kunst aus aller Welt

Foto: Temporary Room

Wir berichteten vor einigen Wochen schon über Angela Klöcks Hutladen, wo im hinteren Teil der Werkstatt der „Temporary Room“ von Christopher Gerberding und Lukas Bury, immer mehr Gestalt angenommen hat. Mitte Januar wurde die Galerie mit dem aus Peking stammenden Künstler Liu Guangli, unter dem Motto „ET IN ARCADIA IN EGO“ feierlich eröffnet. Wegbegleiter, ehemalige Professoren, Freunde, Familieangehörige und Kunstinteressierte ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen und kamen dafür in den Wedding.

Liu Gangli. Foto: Temporary Room

Der Name der Ausstellung heißt soviel wie „Even in Arcadia, there am I“ und soll in erster Linie den Austausch zwischen der Natur, der Perspektive und verschiedenen Arten der künstlerische Gestaltung darbieten. So findet man Skulpturen, Malerei, 3-D-Animation und Drucke im „White Cube“. „Am Ende ist es der Blickwinkel des Künstlers, der sich nie geändert hat, nur die Medien“ sagt Liu Gangli. Es geht aber auch um Flexiblität und eine ungebundene Art in dieser Austellung. Dieses spiegelt sich schon darin wieder, dass der Künstler gebürtig aus Hong Kong stammt, in Nizza arbeitet und nun seine erste Ausstellung hier in Berlin hat. Das Thema Landschaft führt vom Nicolas Poussin her, der ein französischer Maler des Barockklassizismus war und sich mit kunsttheoretischen Fragen auseinandergesetzt haben soll und auch ein Freund von naturphilosophischen Theoretisierung war. „Was uns rettet, ist die Perspektive auf die Umwelt. Es geht dabei um einfühlsames Betrachten und empathische Wahrnehmung.“ sagt Liu Gangli.

Foto: Temporary Room

Der Temporary Room versteht sich hierbei als „Raum auf Zeit“, in dem Christopher Gerberding und Lukas Bury im Laufe der Zeit Ausstellungen der verschiedensten Künslter aus aller Welt kuratieren. Es sind jeweils in sich abgeschlossene Austellungen ohne wirtschaftlichen Hintergrund oder Nutzen. Die Arbeiten sollen hierbei für sich sprechen können, aber dabei wird der Raum selber nicht vergessen. Spotlights wurden gesetzt, um auch die Historie des Raumes einfließen zu lassen, der die Ausstellung ja auch prägt. „Die Ausstellung sollte sich gemeinsam mit dem Raum behaupten können.“ sagt Christopher Gerberding.

Foto: Temporary Room

Ein weiteres Projekt ist bereits in Arbeit, welches im Sommer an zwei Orten stattfinden soll. Ausstellungsorte sollen hierbei die Galerie und die Natur sein. Die Frage, die sich Christopher Gerberding hierbei stellt, ist: „Wie können sich Kunstwerke auch in der Natur behaupten?“ Es geht dabei um das Verlassen der Großstadt und der Zukunft. Auch hier soll wieder viel Spielraum für den Austausch und das Wirken der Kunst im Vordergrund stehen.

Foto: Temporary Room

Der Temporary Room ist ein kleiner künstlerischer Zufluchtsort der Stille, in dem man sich sehr schön seinen Gedanken hingeben und dabei Kunst für sich sprechen lassen kann. Wer interessiert ist, kann sich gerne beim Temporary Room  melden und dann führen die beiden Kuratoren gerne (nach Absprache) durch die Ausstellung. Der Temporary Room ist jeweils Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die aktuelle Ausstellung „ET IN ARCADIA IN EGO“  ist noch bis 16. Februar zu sehen.

Temporary  Room, Lüderitzstraße 18, Telefon: (0176) 84 66 08 33,, Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, Facebook: https://facebook.com/temporaryroom/


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