Was, wann, wo im Wedding (49. Woche)

Wir lieben unseren Stadtteil. Weil er so schön ist. Weil man in ihm so viel erleben kann. Und weil es so viele Ausgehmöglichkeiten und informative Veranstaltungen gibt. Damit die nicht in der Informationsflut untergehen, bringen wir jeden Donnerstag einen Überblick für das kommende Wochenende und die nächsten Tage.

Wedding hilft Moabit beim Entscheiden

Uns erreichte ein Aufruf des Moabiter Cafés Tirrée in der Birkenstraße. „Ab Mitte Dezember möchten wir gern ein paar neue Aufstriche und Kleinspeisen zu unserer Frühstückskarte hinzufügen. Um eine Auswahl zu treffen, brauchen wir eure Hilfe! Am 12. und 13. Dezember, von 10:00-13:00 Uhr veranstalten wir ein kleines Event: Wir bauen ein Buffet mit unseren neuen, selbstkreierten Rezepten für unsere eingeladene Gäste auf. Ihr könnt essen und trinken und ganz gemütlich hier rumsitzen und danach könnt ihr abstimmen – ob über Instagram oder ganz analog auf Zetteln – und auf Basis der Wünsche unserer Gäste werden wir auswerten, welche Speisen wir in die Karte aufnehmen. Das Essen wird hauptsächlich vegan und vegetarisch sein, allerdings wollen wir auch ein paar fleischhaltige Kleinigkeiten ausprobieren. Eure Bezahlung ist eure Bewertung! Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn ihr einen Instagram-Post und/oder Story zum Tasting machen möchtet. Dafür laden wir euch aufs Buffet ein, Getränke müssten wir leider berechnen. “  Wer sich berufen fühlt, den Moabitern bei der Entscheidung zu helfen, die Adresse ist: Tirrée Bar Café, Birkenstraße 46, Moabit

Konzert im be’kech

7. Dezember, 19-22 Uhr, mit James Michael Rodgers

– Kommt vorbei und unterstützt Livemusik.
– Jedes Konzert ist ein Erlebnis.

Entritt ist kostenlos – Spenden sind willkommen

Party im Humboldthain Club

8. Dezember, 23.00 Uhr: „Gile“ [dʒeil] (Geil, Geiler, am Geilsten, Gile)

Bei RaudelRelated finden sich Kreise vieler Couleur unter primär technoiden und weiteren ass-shaking Tönen. Sei ganz du selbst – vor und hinter unserer Tür. Mach Quatsch, mach mit deinen liebsten Personen rum, mach ne Techno-Polonaise. Ganz egal was du machst – mach es in freudenjauchzend guter Laune!
Bring your Rudel and let’s raudel together. Gile: Queer, binär, non-binär, robot; Halber Eintritt bis Mitternacht!

https://www.facebook.com/events/919616894882563/

Wenn Anwohner das Sagen hätten

Öffentliche Diskussionsveranstaltung mit Davide Brocchi, Initiator des „Tags des guten Lebens“ in Köln, am Samstag, 9. Dezember, 12-14 Uhr in der Schiller-Bibliothek (Müllerstr. 149) in Berlin.

Wie würde unsere Stadt, unser Quartier und unsere Straße aussehen, wenn sie durch die Anwohnerinnen und Anwohner für einen Tag das Sagen hätten? Was würde passieren, wenn die Straßen an diesem Tag autofrei wären? Welche Ideen könnte man endlich umsetzen, für die bisher kein Platz war? Wie sieht er aus, der „Tag des guten Lebens“? Das gleichnamige Projekt, das seit 2013 einmal jährlich in Köln stattfindet und stetig neue Nachahmer findet, wurde 2017 mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis ausgezeichnet. Jetzt soll es auch im Brüsseler Kiez einen „Tag des guten Lebens“ geben. 13 Organisationen machen sich bereits für diese Idee stark. Am 9. Dezember soll es nun darum gehen, Ideen für die Umsetzung und Mitstreiter zu finden. Dazu sind alle Anwohnerinnen und Anwohner, Mitglieder von Initiativen und Organisationen vor Ort, aus Kultur, Kommunalpolitik und Stadtverwaltung herzlich eingeladen.

Davide Brocchi, Initiator des Projekts, stellt das Konzept für ein Pilotprojekt im Brüsseler Kiez vor.

Adventsmarkt im Olof-Palme-Zentrum

Sonntag, 10. Dezember, ab 14 Uhr

„Wir laden Sie herzlich am 2. Advent zum diesjährigen Adventsmarkt im Olof-Palme-Zentrum ein. Ein ganzes Dutzend Vereine bieten kulinarische Spezialitäten an und sorgen obendrein für ein musikalisches Fest. Kinder können sich in ein sportliches Bewegungsprogramm stürzen, malen, an Keramikbastelei teilnehmen oder ein Kinderbuch aus 2. Hand finden. Von Snacks und Speisen, wie Samosa und Couscous, über schwedische und arabische Plätzchen, bis hin zu Eintopf und Kuchen reicht das interkulturelle kulinarische Angebot. Dazu werden Kaffee, Tee, Kakao und Punsch angeboten. Auch das gemütliche Sitzen im Café des OPZ ist möglich. Ein Flohmarkt bietet die Möglichkeit ein Schnäppchen zu schlagen, während der PopChor Wedding und die Gitarrengruppe der Versöhnungsgemeinde für ein musikalisches Ambiente sorgen, das mit dem gemeinsamen Gesang von Weihnachtsliedern seinen Abschluss findet.“

Konzertreihe im Silent Green

Eine wahre Geschichte. Ihre Geschichte. Die Geschichte ihrer Konflikt beladenen Bewunderung und Verachtung für Luise Brand, ihre Großmutter. Die DDR baute ihre antifaschistische Schutzmauer um Berlin. Luise Brand baute ein majestätisches Haus in einem kleinen Dorf in Thüringen, wo sie mit ihrem älteren Ehemann, ihrem jüngeren Liebhaber, zwei Hunden und zwei Töchtern lebte. Übermasstedt. Ihre Wände waren doppelt so dick wie die Berliner Mauer. Diese Mauer ist weg. Luise Brand ist tot. Der DDR-Sozialismus ist gescheitert. Übermasstedt ereilte ein böses Schicksal. Kapitalismus.Das Haus lebt. Es lebt und es ist nicht schön. Eine Produktion von Susanne Sachsse, Jonathan Berger und xiu xiu in Kooperation mit silent green. In Koproduktion mit dem Goethe-Institut (Internationaler Koproduktionsfonds) und den Münchner Kammerspielen und der Kunsthochschule fur Medien Köln. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

4 Aufführungen vom 8. bis 11. Dezember
Kuppelhalle im silent green, Beginn: 20 Uhr

Orient Express in der Galerie Wedding

Falafel und Kebab Restaurant in Finnland, den „Orient Express“. Situiert in einem Einkaufszentrum im Stadtzentrum von Helsinki, brachte es Finn_innen bisher unbekannte Geschmäcker aus dem Nahen Osten näher. Gleichzeitig beschäftigte ihr Vater viele Mitarbeiter_innen, die keine finnische Staatsbürgerschaft besaßen und ermöglichte ihnen durch die Arbeitsbescheinigung das nötige Dokument für den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung, die für viele den Ausgangspunkt für ein neues Leben in Finnland darstellte.

Vor einigen Jahren entdeckte Maimon ein hoch budgetiertes Werbevideo von 1986, das ihr Vater in Auftrag gegeben hatte und welches mit der eigenen Exotisierung arbeitet, um den Kebab zu vermarkten. Ausgehend von diesem autobiografischen Material entwickelte Maimon eine performative Videoinstallation, die sich zwischen persönlichen Erinnerungen, Familiengeschichten und der Darstellung einer patriarchalen Gesellschaft bewegt. Im Rahmen des Symposiums wird Maimon am 11.11. den Werbefilm zeigen und dazu ein Gespräch mit dem Publikum über ihren Arbeitsprozess und über ihre Erfahrungen zwischen zwei Kulturen in einer patriarchalen, aber als liberal geltenden Gesellschaft aufzuwachsen, führen. In der Galerie Wedding wird sie die Werbesets und die Umgebung reinszenieren und ein bespielbares Terrain aufbauen, in dem sie gegenwärtige, eigene Erfahrungen mit den Materialien ihres Vaters verschneidet.

Galerie Wedding:
noch bis 3.01.2018
Öffnungszeiten: Di–Sa 12–19 Uhr

In eigener Sache

Sechs Jahre, und jeden Tag ein bisschen weiser. Seit 2011 online, wurde es Zeit für einen neuen Look des Weddingweisers. Moderner, aber immer noch wiederzuerkennen, findet ihr auch weiterhin alle Infos aus und über den Wedding. Der Weddinger Designer Thorgen Bloch hat das grafische Konzept entwickelt, Dinah Griese hat es noch mal angepasst. Doch auch inhaltlich wir wollen mehr bieten und in der wirklichen Welt sichtbarer sein. Daher freuen wir uns, wenn ihr uns in Zukunft unterstützt. Wie das geht, steht hier.

 Alle Konzerte und Veranstaltungen findet ihr auch bei n8wedding.de
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