„Leo Leo“, der Burger-König

Istanbul-Burger von Leo Leo
Istanbul-Burger

„Burger sind angesagt. Doch wir wollten einen Burger machen, den es so nirgendwo sonst gibt“, sagt Serhat Ünlü. So wie der Döner vor vierzig Jahren deutsche Imbissgewohnheiten mit türkischer Esskultur vereinte, hat Serhat zwei beliebte Gerichte einfach miteinander kombiniert. Das Resultat kann man seit Ende April  in einem originellen Imbiss namens „Leo Leo“ probieren.

Ko-Burger sind einmalig

Und das ist das Herzstück des Konzepts, das in einem Studienprojekt an der Hochschule für Wirtschaft und Recht entwickelt wurde: Die „Ko-Burger“ sind längliche, leicht süßlich schmeckende Sandwiches. Die Rindfleisch-Patties werden morgens gefertigt. Auch der Salat, die Tomaten und die Pommes sind sehr frisch . Betreiber von Leo LeoDer Clou sind die verschiedenen Varianten des neuartigen Burgers: „Amsterdam“ strotzt nur so vor Käse, „Athen“ hat Feta und Oliven, „Berlin“ bringt Curry, Senf und Röstzwiebeln ins Sandwich. Der Renner aber ist der „Istanbul“-Burger mit Rinder-Bacon und Schmelzkäse. Serhats persönlicher Favorit ist übrigens der Chicken-Ko-Burger „Hongkong“ mit Mango-Curry. „Das Ko steht für Köfte, denn daran erinnern die Burger von der Form her und vom Geschmack“, verrät Serhat. Stimmt, türkisch scheint der alle Burger verbindende Einfluss bei Leo Leo zu sein. Der Veggie-Burger hingegen heißt „Beirut“ und besteht aus Halloumi, Hummus und Joghurt.

Innenansicht Leo LeoAn die kulinarische Burger-Weltreise erinnert auch die Weltkarte, auf die Gäste bei der Bestellung in der offenen, blitzsauberen Küche schauen. „Wir haben hier alles selbst ausgebaut“, sagt Serhat stolz. Direkt am Seiteneingang des Karstadt war vorher ein schlichter Lagerraum. Viel Kupfer ist verbaut worden – eine Reminiszenz an den Orient, für den dieser Werkstoff typisch ist. Kontrastiert wird das Metall mit Eichenholz –  eine sehr elegante Kombination. Auch das quadratische Logo strahlt sehr viel Professionalität aus, die diesem Ort gut tut.

Löwenstark gegen die Konkurrenz

Schon Serhats Vater ist im Kiez bekannt. Schließlich betreibt er das Café Leo an der Ecke Nazarethkirchstraße, nur einen Steinwurf entfernt vom Burgerrestaurant seines Sohns im Karstadt-Gebäude. „Ich weiß, hier ist viel Konkurrenz“, sagt der 24-jährige Serhat. Doch gegen die will er sich mit Qualität und seinem originellen Konzept durchsetzen. Schließlich heißt Leo auf deutsch Löwe, und wie der König der Tiere soll sein Laden der König der Burger vom Leo sein, sagt der Weddinger augenzwinkernd. „Und ich weiß am besten, wie mein Heimatkiez tickt. Die Muslime hier sind eher konservativ, deswegen verkaufen wir selbst keinen Alkohol. Auf zertifiziertes Halal-Rindfleisch achten wir auch.“

Rom-Burger bei Leo Leo
Rom-Burger

Wer weiß, vielleicht funktioniert das etwas andere und noch dazu ziemlich preiswerte Burgerkonzept gerade bei uns im Wedding besonders gut. Bei dem Namen – Leo Leo – ist wenigstens klar, wo die Idee herkommt. Studenten bezahlen bis 17 Uhr nur 5 Euro für das Menü, alle anderen zahlen 6 Euro inklusive Pommes und Getränk.

Mo-So 11 – 22 Uhr

Müllerstr.25 (KARSTADT)

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4 comments

  1. Moritz Berger

    „Auch der Salat, die Tomaten und die Pommes sind sehr frisch . “

    Worin besteht der Unterschied zwischen “ frisch “ und “ sehr frisch “ ?? 🙂

  2. Moritz Berger

    Warum so kompliziert:

    Eine ganz einfache Lösung:

    Die Becher kosten 2€ Pfand!!

    Dann wird jeder zukünftig seinen eigenen Mehrwegbecher mitbringen.

    Aber einfache Lösungen sind leider nicht gefragt.

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne: