Oasen-Spiel: Auf der Jagd nach Träumen

Ein Minirampe ist entstanden. Foto: Cecilia Stickler
Ein Minirampe ist entstanden. Foto: Cecilia Stickler

Eine  Idee, ein Ort, eine Handvoll Weddinger, eine Aufgabe. An zwei Wochenenden wurde im Brunnenviertel kürzlich ein Oasen-Spiel durchgeführt. Dabei geht es darum, gemeinsam in kurzer Zeit eine Idee im Stadtteil umzusetzen. Am Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße entstanden dabei unter anderem zwei Minirampen, ein Boxstand und eine Wanderfahne.

Die Kernspielergruppe setzte sich aus Studierenden der TU Berlin, Besuchern sowie Mitarbeitern des Olof-Palme-Zentrums zusammen. Gemeinsam gingen sie auf die Jagd nach verborgenen Potentialen, Sehenswertem, Träumen und Wünschen, die die Nachbarschaft verbinden, weiteren Mitspielern und Materialien,  um die Träume wahr werden zu lassen. Alle Probleme, die entstanden, wurden kurzfristig gemeinsam gelöst. Dafür standen zwei Wochenenden zur Verfügung.

Zuvor wurden Ideen gesammelt und diskutiert. Foto: Sascha Hofmann
Zuvor wurden Ideen gesammelt und diskutiert. Foto: Sascha Hofmann

Während das erste Wochenende zum spielerischen Kennenlernen, recherchieren und Ideen schmieden genutzt wurde, fanden sich am darauffolgenden ersten Maiwochenende Jung und Alt zusammen, schleppten Materialien und Werkzeug aus der Nachbarschaft an, nähten, hämmerten, schraubten und bohrten fleißig, um das gemeinsam gefasste Ziel eines Kiez-Festes mit vielen Attraktionen in die Tat umzusetzen.

Im Verlauf des Spiels entstand auf dem Außenareal des Olof-Palme-Zentrums  in der Demminer Straße unter einem Meer von Kirschblüten eine Spieloase. Bei Sonnenschein konnten die zwei Minirampen, ein Boxstand samt Boxsack, um die quirligen Jugendlichen aus der Nachbarschaft bei Laune zu halten und eine Wanderfahne als Vorbote von weiteren Kiezfesten bestaunt und genutzt werden. In der letzten Phase des Spiels möchten die Organisatoren und Studierenden nun den Staffelstab an die Kinder des Olof-Palme-Zentrums und die Nachbarschaft  übergeben, mit dem Ziel eine selbstbestimmte Weiterführung, der auf den Weg gebrachten Ideen zu ermöglichen.

Das Oasen-Spiel

Gemeinsam wurden die Ideen umgestetzt. Viele Häne halfen mit. Foto: Sascha Hofmann
Gemeinsam wurden die Ideen umgestetzt. Viele Häne halfen mit. Foto: Sascha Hofmann

Die  Methode  des  Oasen-Spiels  wurde  in  Santos  (Brasilien)  von  einer  Gruppe Architekten  vom  Instituto  ELOS  entwickelt.  Es wird dort seit 15 Jahren erfolgreich  angewendet  und  hat  sich  mittlerweile  international etabliert. Im Rahmen einer Projektwerkstatt wurde das Oasen-Spiel im Brunnenviertel in mehrmonatiger Vorbereitung organisiert. Die Gruppe der Studierenden setzt sich zusammen aus Architektur-, Landschaftsarchitektur-, Urban Design- und Philosophie-Studenten. Hinter dem Spiel steht der Versuch, das Studium mehr in die Stadt zu tragen, dabei etwas zu bewegen und aus den Erfahrungen zu lernen.

Text und Fotos: Sascha Hofmann

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne: