Fahrradleichen entsorgen? Anruf oder E-Mail genügen!

Quelle: D. Terbach
Quelle: D. Terbach

Überall in Berlin stehen sie herum: Alte Fahrräder. An Baumscheiben, U-Bahn-Eingängen und in Hausfluren. Für viele Menschen ist das ein Hindernis. Die sowieso begrenzte Anzahl an Parkplätzen für Räder auf Straßen und im Wohnhaus werden durch nicht genutzte Räder blockiert.

Das Projekt Müllkampagne Pankstraße geht dieses Problem nun an. Fahrradeigentümer in den Quartiersmanagementgebieten im Wedding können ihre Räder melden. Das Team von der Müllkampagne kümmert sich dann um die Entsorgung.

Wer sein altes Rad loswerden will, kann sich telefonisch unter 030 – 42 01 84 61 oder per Mail unter info[at]schoenerkiez[.]de melden.

Die Räder werden anschließend gemeinnützigen Fahrradwerkstätten zur Verfügung gestellt. Hier werden die Räder repariert und Jugendlichen, Flüchtlingen oder Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung gestellt. Das Projektteam weist darauf hin, dass nur Fahrräder abgeholt werden, bei denen die Eigentumsfrage geklärt ist.

Quelle: Müllkampagne Pankstraße

4 comments

  1. Tobias Weber

    Eine gute Kampagne, die Unterstützung verdient!

    Leider ist das Problem der Fahrradleichen recht kompliziert. Findet man sie im Innenhof, Keller oder Hausflur, ist es eindeutig Sache des Vermieters, sich nach Ablauf einer Räumungsfrist an die Müllkampagne Pankstraße zwecks Beseitigung zu wenden. So geschehen in unserem Innenhof.

    Die Fahrradleichen auf der Straße erfordern das Aktivwerden des Ordnungsamts. Erst nach Abgleich mit Diebstahlkartei und verstrichener Fristsetzung (dem gelben Punkt), darf das Fahrrad aufgrund von „unerlaubter Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes“ entfernt werden. Diese Fahrradleichen sind hochbegehrt bei BSR und anderen sozialen Einrichtungen wie Goldnetz, die ihre Räder aufbereiten und dann am Nettelbeckplatz finanziell Schwächeren anbieten.

    Arbeiten Goldnetz und die Müllkampagne Pankstraße eigentlich zusammen?

    Mein altes Rad hätte ich gern hergegeben, aber es wurde vor langer Zeit schon geklaut.

  2. Moritz

    Die eine Aussage:

    „Überall in Berlin stehen sie herum: Alte Fahrräder. An Baumscheiben, U-Bahn-Eingängen und in Hausfluren. Für viele Menschen ist das ein Hindernis. Die sowieso begrenzte Anzahl an Parkplätzen für Räder auf Straßen und im Wohnhaus werden durch nicht genutzte Räder blockiert.“

    Die andere Aussage:

    „Das Projektteam weist darauf hin, dass nur Fahrräder abgeholt werden, bei denen die Eigentumsfrage geklärt ist.“

    Na dann versucht zuerst einmal die Eigentumsfrage wie z.B. bei solchen Fahrrädern zu klären:

    http://www.abendblatt.de/img/harburg/crop105590499/7118727248-ci3x2l-w620/Regionales-2-HA-Bayern-Harburg.jpg

    Viel Spaß beim “ Klärungsversuch 🙂

Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne: