Weddingwoche #17: Gute Ideen scheitern beim Gebietsfonds am Geld

Es könnte eng werden, wenn der Eigenanteil nicht aufgebracht werden kann...
Es könnte eng werden, wenn der Eigenanteil nicht aufgebracht werden kann…

Das Jahr 2012 war ein gutes Jahr für das nachbarschaftliche Engagement rund um die Müllerstraße. Viele Aktivitäten wie zum Beispiel „Musik im Brüsseler Kiez“, eine Ausstellung der Gewerbetreibenden im Afrikanischen Viertel oder das interessante Technikprojekt „Windmühlen aus Waschmaschinen“, um nur einige zu nennen, konnten erfolgreich umgesetzt werden. Alle Projekte wurden aus dem Gebietsfonds für das „Aktive Zentrum Müllerstraße“ gefördert. Das sah so aus, dass nur 20% der Kosten von den engagierten Bürgern selbst aufgebracht werden mussten.
Ob 2013 auch ein gutes Jahr für solche Aktivitäten werden wird, scheint mir jedoch höchst fraglich zu sein. Denn in diesem Jahr wird von den Bewerbern erwartet, 50% des Budgets selbst aufzubringen. Das ist für viele kleine Initiativen zu viel.
Der „Runde Tisch Leopoldplatz“, ein Treffen von Initiativen, Organisationen und engagierten Bürgern rund um die Müllerstraße, sieht diese Entwicklung mit Sorge und hat aus diesem Grund einen offenen Brief an die Senatsverwaltung verfasst. Auf der Seite www.eigenanteil.bleibt.de kann der offene Brief eingesehen werden. Ich fände es jedenfalls schade, wenn gute Ideen für den Kiez schon von vornherein am Geld scheitern!

 

Die Weddingwoche ist eine wöchentliche Kolumne über aktuelle Ereignisse in unserem Stadtteil. Diese erscheint auch samstags im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

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