An der Togostraße tut sich was

Ein ungewohntes Bild im WeddingDas Gebiet zwischen Togostraße, Kameruner Straße und der Seestraße ist das größte geschlossene Altbaugebiet im Afrikanischen Viertel in Berlin-Wedding. Ich habe den Eindruc, dass sich der Togokiez immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Kreative entwickelt.  Kein Wunder, lebt es sich hier doch ganz passabel in preiswerten Altbauten. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend, es gibt viel Gastronomie und ein Kino, und dauch ie vielen Einkaufsmöglichkeiten an der Müllerstraße und am Leopoldplatz sind nah.

Man muss jedoch den Kiez gar nicht verlassen – es lohnt sich vielmehr, sich einmal genauer in den Straßen umzusehen. So hat sich eine Salatdressing-Manufaktur namens „Blattgold“ in der Kameruner Straße 14 angesiedelt. Ganz untypisch für den Wedding ist die Bezeichnung des Manufaktur-Ladens als „Haus der feinen Kost“. An der Ecke Togo-/Kameruner Straße hält sich seit Jahren der Bioladen „Naturkost“. Wo sich doch sonst im Wedding kein solches Geschäft dauerhaft etablieren konnte – hier funktioniert es offensichtlich.

Im gegenüberliegenden Eckhaus Kameruner Straße 14 / Togostraße befindet sich seit November eine neue Galerie. Von Donnerstag bis Sonntag werden dort noch bis zum 4. Dezember „Drei Orte, zusammengelegt“ gezeigt.

Kreative Pioniere sitzen seit einiger Zeit in der Togostraße 79 a in der „Montagehalle Berlin„. Unter dem Motto „1 Laden, 2 Leute, 3 Labels“ wird dort Mode aus dem Wedding erdacht und hergestellt.

Schon zum zweiten Mal findet vom 1. bis 4. Dezember der Weddinger Wunderbazar im Advent mit Mode, Malerei, Accesoires, Taschen, Filz, Strick, Comics, Fotografie und Keramik statt. 12 Designer und Künstler aus der Monbtagehalle und einem Projektatelier präsentieren am Donnerstag von 19 – 23 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 11 – 19 Uhr ihre Werke.

Man darf gespannt sein, wie sich dieser Teil des Afrikanischen Viertels in den kommenden Jahren entwickelt. Vielleicht strahlt diese urbane und kreative Meile auch in die nördlicheren Teile des Afrikanischen Viertels aus. Dies ist jedoch schwer vorstellbar – dort dominieren noch die reinen Wohngebiete.

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